Politik

Jeder gegen jeden, jeder für jeden

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:20

Vor zwei Monaten bejubelte die SPÖ ihren Erdrutsch-Sieg in Kärnten. Plus 8,4 %, Haiders Erbland wurde zum roten Kaiser-Reich. Politik kann manchmal himmlisch sein. Gestern dann die Götterdämmerung: Minus 15,8 % in Salzburg, Landeschefin Burgstaller weg. Politik kann manchmal grausam sein.

Die ÖVP verlor 7,3 %, gilt trotzdem als Sieger. Politik kann manchmal seltsam sein. Die FPÖ legte zu, aber euphorisiert die Protest-Wähler nicht mehr. Politik kann manchmal erstaunlich sein. Die Grünen fanden dreimal

so viel Wähler, wurden (nach Innsbruck) auch in Salzburg-Stadt Nr. 1. Politik kann manchmal revolutionär sein.

Natürlich, es war eine Salzburg-Wahl. Und natürlich hat das Finanzdebakel sie entschieden. Aber seit gestern ist klar: Die Zeit der Stammwähler ist endgültig vorbei. Für die Nationalratswahl in 142 Tagen heißt das: Jeder kann jeden für sich gewinnen (oder verlieren). Oder auf Salzburgerisch: Politik kann manchmal blitzschnell sein.

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