In Österreich sind in etwa 2.000 Testamenten pro Jahr gemeinnützige Vereine als Erben oder Vermächtnisnehmer vermerkt, wie der Fundraising-Verband Austria bekannt gibt. "Im vergangenen Jahrzehnt hat sich das Aufkommen an testamentarischen Spenden in Österreich mehr als verdoppelt", heißt es.
Demnach wurden vergangenes Jahr 110 Millionen Euro für gemeinnützige Hilfsprojekte von Organisationen eingebracht. Damit stammt jeder zehnte Spendeneuro aus einem Testament.
Am liebsten spenden die Österreicherinnen und Österreicher per Testament für Tierschutz, gefolgt von den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales sowie Hilfe für Kinder und Jugendliche. Tendenziell werden Vermögen zwischen 50.000 und 100.000 Euro vererbt.
Das steigende Interesse an Testament-Spenden hängt laut dem Verband mit der Entwicklung zu mehr Einpersonen- und kinderlosen Haushalten zusammen. Über 90 Prozent der bereits geleisteten Testamentsspenden stammen von alleinstehenden und kinderlosen Personen.
Auch in vielen anderen Ländern hinterlassen immer mehr Personen, nicht nur ihren Verwandten oder dem Freundeskreis ein Teil ihres Vermögens. In Großbritannien stammt bereits über ein Viertel des gesamten Spendenaufkommens aus Vermächtnissen. Im Vereinigten Königreich und in Australien weisen sieben Prozent aller Testamente Non-Profit-Organisationen auf.