Jeder zweite Asylwerber in Österreich war unter 18

Der jährliche Integrationsbericht gibt eine umfassende Übersicht über Integration in Österreich.
Der jährliche Integrationsbericht gibt eine umfassende Übersicht über Integration in Österreich.Bild: imago stock & people
Knapp jeder zweite Asylwerber in Österreich war 2017 unter 18 Jahre alt, 85 % waren jünger als 35. Dies enthüllt der Integrationsbericht 2018.

Am Donnerstag hat Bundesministerin Karin Kneissl gemeinsam mit Mitgliedern des Expertenrats für Integration die Ergebnisse des Integrationsberichts 2018 vorgestellt. Der Integrationsbericht stellt eine umfassende Übersicht über Integration in Österreich dar. Er erscheint seit 2011 jährlich. Das neue Integrationsmonitoring umfasst insbesondere Daten aus den Bereichen Asyl und Aufenthalt, Bildung und Ausbildung, Arbeitsmarkt und Soziales.

Österreich lag demnach mit 2,8 Asylanträgen je 1.000 Einwohnern proportional zu seiner Bevölkerung neuerlich im europäischen Spitzenfeld, an 5. Stelle aller EU-Staaten. In absoluten Zahlen lag Österreich 2017 im EU-Vergleich mit 24.735 Asylanträgen an achter Stelle. Dennoch hat sich die zahl der Anträge im Vergleich zu den Vorjahren drastisch reduziert. Die

Hauptherkunftsländer warem Syrien, Afghanistan, Pakistan, Nigeria und Irak.

Sehr junge Asylwerber

21.767 Personen wurde im Jahr 2017 Asyl in Österreich gewährt; mehr als die Hälfte davon waren Syrer. Zwei Drittel aller Asylwerber waren 2017 männlich – und sehr jung. Knapp die Hälfte der Asylwerber 2017 war jünger als 18 Jahre alt, 85 Prozent waren jünger als 35 Jahre. Außerdem: Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung ist in den letzten Jahren stark

gewachsen. Während zum Jahresbeginn 2008 829.700 Menschen ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich lebten (10 % der Gesamtbevölkerung), waren es mit Stichtag 1. Jänner 2018 1.395.900 (15,8 %).

Knapp die Hälfte (49 %) aller Bezieher der bedarfsorientierten Mindestsicherung hatte im Jahr 2017 keine österreichische Staatsangehörigkeit. Ausländische Bezieher stellten in Wien (51 %), Tirol (57 %) und Vorarlberg (57 %) die Mehrheit. Das Geschlechterverhältnis aller Bezieher in Österreich lag nahezu

bei 50/50, wobei es herkunftsspezifische Unterschiede gab. Bei Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten war die Mehrheit der Bezieher männlich (59 %). (red)

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