Jennifer Lopez hat erstmals ausführlich über einen gesundheitlichen Zusammenbruch während einer besonders intensiven Phase ihrer Karriere gesprochen.
Nach mehr als drei Monaten ohne einen einzigen freien Tag musste die Sängerin und Schauspielerin schließlich im Krankenhaus behandelt werden.
Im Podcast "SmartLess" erinnerte sich die heute 56-Jährige an eine Zeit, in der sie mehrere Großprojekte gleichzeitig stemmte. Während der Dreharbeiten zu "Genug – Jeder hat eine Grenze" arbeitete Lopez nicht nur an Filmen, sondern auch an neuer Musik.
"Als ich ‚Genug – Jeder hat eine Grenze' gedreht habe, hatte ich, glaube ich, etwa vier Filme hintereinander gedreht und mein zweites Album aufgenommen. Ich habe jeden Tag gearbeitet und gedreht – ihr wisst ja, wie das ist, all die langen Stunden", erzählte sie.
Nach den Dreharbeiten war für Lopez noch lange nicht Schluss. Die Abende verbrachte sie im Tonstudio, an den Wochenenden standen Pressetermine und Videodrehs auf dem Programm.
Erst im Nachhinein wurde der Sängerin bewusst, wie extrem ihre Belastung tatsächlich gewesen war. "Ich erinnere mich, dass ich gar nicht realisiert habe, dass ich etwa 98 Tage hintereinander gearbeitet hatte, ohne mir einen Tag frei zu nehmen", sagte Lopez.
Die Dauerbelastung blieb jedoch nicht ohne Folgen. Schon auf dem Weg zum Filmset bemerkte sie körperliche Veränderungen. "Jedes Mal, wenn ich zum Set gehe, fängt mein Herz an, ein bisschen schneller zu schlagen. Schließlich war es so weit, dass ich dachte: 'Ich bin wirklich nervös', und da war das kleine Mädchen aus 'Genug' bei mir. Und ich sagte: 'Es tut mir leid, meine Kleine, ich fühle mich heute irgendwie komisch.' Ich meinte: 'Ich bin ein bisschen müde'."
Zunächst zog sich Lopez in ihren Wohnwagen zurück, um sich auszuruhen. Doch ihr Zustand verschlechterte sich innerhalb kurzer Zeit dramatisch.
"Es war fast so, als könnte ich nicht mehr klar sehen, als hätte sich etwas über meine Augen gelegt, und ich konnte mich nicht mehr bewegen", schilderte die US-Star.
In ihrer Not wandte sie sich an ihre langjährige Assistentin Arlene. "Ich sagte zu ihr: 'Arlene, ich kann mich nicht bewegen. Ich kann nichts sehen.' Sie meinte: 'Hör auf, Jennifer, du machst mir Angst.' Und ich sagte: 'Nein, ich kann mich wirklich nicht bewegen. Du solltest jemanden holen'."
Nach dem Zusammenbruch wurde Lopez ins Krankenhaus gebracht. Dort suchte sie nach einer Erklärung für ihre Beschwerden und fragte den behandelnden Arzt, ob sie möglicherweise den Verstand verliere. Dieser habe sie jedoch beruhigt. Laut Lopez erklärte ihr der Mediziner, dass ihr Körper infolge der extremen Erschöpfung schlicht den "Betrieb eingestellt" habe und dringend Ruhe brauche.