Armin Rausch war 2024 bei "Germany’s Next Topmodel" zu sehen und überzeugte dort mit seinem Aussehen, das ihm mehrere Runden im Wettbewerb sicherte und ihm zugleich eine wachsende Fan-Community auf Social Media einbrachte.
Auf Instagram präsentiert er sich seither regelmäßig in Modelposen, zeigt sich weiterhin selbstbewusst vor der Kamera und setzt seinen durchtrainierten Körper immer wieder in Szene. Gleichzeitig äußert er sich jetzt allerdings in Videos kritisch gegenüber Beauty-Wahn und dem Druck zur optischen Selbstoptimierung.
Vor allem bei Männern ist der Looksmaxxing-Trend zurzeit stark verbreitet, wobei sich insbesondere Jugendliche mithilfe verschiedener Methoden optisch stärker an gängige Schönheitsstandards anpassen wollen. In einem Social-Media-Video betont Armin dazu: "Ich sage nicht, dass Selbstverbesserung etwas Schlechtes ist: Training, Pflege, Stil, das ist alles nichts Falsches. Aber die meisten Menschen verlieren sich in einer Obsession."
Zudem ergänzt das TV-Model mit Verweis auf Philosophen: "Wir behandeln uns selbst so, als wäre unser Wert abhängig davon, ob jemand uns attraktiv findet, ob jemand uns likt, ob jemand uns begehrt." Seine Botschaft fasst er zusammen mit: "Wahre Schönheit kommt von innen heraus."
In den Kommentaren wird jedoch diskutiert, ob gerade er der richtige Absender für diese Aussagen ist. Viele verweisen darauf, dass er selbst stark von klassischen Schönheitsidealen profitiert und diese in seinen Posts regelmäßig inszeniert. Zu lesen ist etwa: "Richtige Message, falscher Messager" oder "Schön reden kann man, wenn man selber hot ist".
Auch heißt es: "Naja, aber indem ich für solche Statements Likes sammle, mache ich mich ja wieder abhängig von dem Gefallen der Leute. Abgesehen davon, präsentierst du als Model natürlich auch das gängige Schönheitsideal" sowie "Du hast natürlich recht Armin, aber als schöner Mensch sowas zu zitieren ist fast schon ein bisschen zynisch".
Trotzdem erhält er aus Teilen seiner Community auch Zustimmung für seine Aussagen, die Debatte bleibt dadurch gespalten.
Sein eigenes Auftreten passt für viele nur bedingt zu seiner Botschaft. Während er den Druck durch Schönheitsideale und die Fixierung auf äußere Bestätigung kritisiert, setzt er selbst auf Instagram weiterhin stark auf genau darauf.
Immer wieder postet er Sixpack-Videos und zeigt sich oben ohne in typischen Modelposen im Netz. Vor seinem Statement teilte er zudem ein Reel, in dem er sich bei seinen Eltern für sein gutes Aussehen bedankt.
Auch nach seinen Aussagen folgen weitere entsprechende Clips. Für einige Nutzer wirkt das widersprüchlich und schwächt die Wirkung sowie die Absichten seiner eigentlichen Message deutlich.