Coronavirus

Jetzt auch noch Ostern

"Heute"-Redakteurin Sandra Kartik über die Corona-Zwangspause für Eltern.
Heute Redaktion
13.09.2021, 13:59

Bringen wir es einfach hinter uns. Wie alles in den letzten vier Wochen wird auch Ostern für die meisten von uns anders als sonst. Nur die Fröhlichkeit der Kinder wird echt sein. Danach steht uns aber endlich die gesellschaftliche Auferstehung bevor, so lässt man uns hoffen. Wir müssen nur noch ein bisschen in unseren engen Nesterln bleiben und die extrabunt bemalten Eier als Symbol des Widerstands gegen die Eintönigkeit in minimaler Runde pecken. Schokolade gibt's natürlich auch wieder reichlich, man gönnt sich ja sonst nichts.

Wie aber geht es danach weiter? Treffen wir uns einfach wieder, als wäre nichts gewesen? Oder tragen wir dabei unsere selbst gemachten Masken, die uns wohl noch eine Zeit lang begleiten werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich nach dem Social Distancing wieder näherzukommen? Soll man sich das von der Regierung vorschreiben lassen? Umarmungen und Küssen per Erlass. Klingt seltsam, ist es aber nicht. Jetzt, wo der Frühling so unbarmherzig warm und schön daran erinnert, wozu diese Zeit jetzt eigentlich perfekt wäre, tut es schon weh, das Aushalten. In konspirativen Telefongesprächen malen wir uns vielleicht aus, wie wir doch, unter Einhaltung eines Sicherheitsabstands, zusammen sein könnten, trauen uns dann aber doch nicht drüber. Wir wollen alles richtig machen, aber das ist gar nicht so einfach in einer Zeit, in der sich so vieles falsch anfühlt.

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