Jetzt doch: EU will Roaming-Aus ohne Zeitbegrenzung

Handynutzer sollen nach einem überarbeiteten Vorschlag der EU-Kommission ab Mitte 2017 ohne zeitliche Begrenzung Gratisroaming im EU-Ausland zur Verfügung haben können. "Wir haben entschieden, dass es keine Tagesbegrenzungen geben soll", so der zuständige EU-Kommissar Andrus Ansip in Brüssel. Das hörte sich die letzten Wochen auch schon mal anders an.
Handynutzer sollen nach einem überarbeiteten Vorschlag der EU-Kommission ab Mitte 2017 ohne zeitliche Begrenzung Gratisroaming im EU-Ausland zur Verfügung haben können. "Wir haben entschieden, dass es keine Tagesbegrenzungen geben soll", so der zuständige EU-Kommissar Andrus Ansip in Brüssel. Das hörte sich die letzten Wochen auch schon mal anders an.

Jeder Nutzer soll nach dem neuen Vorschlag "wie daheim" Roaming nutzen können. Allerdings müsse Missbrauch verhindert werden können. Anbietern soll dafür eine Reihe von Möglichkeiten gegeben werden.

Ansip schloss nicht aus, dass in Zukunft doch eine Volumensbegrenzung greifen könnte. "Vielleicht muss man ein Volumens-basiertes Kriterium für die Zukunft festlegen". Jetzt gelte es, "mit allen Interessensvertretern zu reden. In der Kommission ist es auch nicht so, dass alle alles wissen", und "wir hoffen, noch ein paar neue Ideen zu bekommen".

Juncker räumte Fehler ein

Ursprünglich sahen die Pläne der Kommission vor, Roaming nur für 90 Tage im Jahr und lediglich 30 Tage am Stück zu ermöglichen. Verbraucherschützer hatten vor allem diese Fristen kritisiert. Denn die Kunden profitierten von der Regelung nur, wenn sie gelegentlich und kurz im Ausland sind.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte hat in seiner Rede zur Lage der Union schließlich Fehler eingeräumt und angeordnet, den ursprünglichen Entwurf zurückzuziehen. Ziel sei jedoch weiterhin die Abschaffung der Roaminggebühren bis Juni 2017.
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