"Gekommen, um zu bleiben"

Jetzt fix! Bierpartei tritt bei Nationalratswahl an

Am Dienstag entscheidet sich, ob die Bierpartei von Dominik Wlazny bei der Nationalratswahl antreten darf. Der Parteichef verkündete die Entscheidung.

Nicolas Kubrak
Jetzt fix! Bierpartei tritt bei Nationalratswahl an
Dominik Wlazny tritt mit der Bierpartei bei der Nationalratswahl an.
Helmut Graf

In Umfragen präsentiert sich die Bierpartei seit Wochen stark: Der Einzug ins Parlament scheint aktuell so gut wie sicher, im "Heute"-Politbarometer hat Bierpartei-Chef Dominik Wlazny sensationell die Führung übernommen.

20.000 Mitglieder benötigt

Problematisch wird es jedoch bei den Mitgliederzahlen. 20.000 Mitglieder braucht die Bierpartei laut Eigenangaben bis Ende April, um bei der Nationalratswahl im September anzutreten. Seit Ende Jänner, als das Ziel ausgegeben wurden, ist die Mitgliederzahl auf 8.500 gewachsen.

Ende März habe die Partei "knapp die Hälfte" ihres Ziels von 20.000 Mitgliedern erreicht, gab Wlazny damals bekannt. Er zeigte sich siegessicher: "Wir haben noch vier Wochen Zeit und ich bin – wie immer – zuversichtlich", sagte er.

Bierpartei tritt fix an

Am Dienstag trat der Bierpartei-Chef vor die Presse, um die endgültige Entscheidung bekannt zu geben. Diese Nachricht werde für "Schnappatmung" sorgen: "Ja, die Bierpartei wird bei der kommenden Nationalratswahl antreten", so lautete die wichtigste Message der Pressekonferenz.

Ja, die Bierpartei wird bei der kommenden Nationalratswahl antreten.
Dominik Wlazny
der Bierpartei-Chef verkündete am Dienstag seine Entscheidung

Erst im Jänner habe man über die Pläne gesprochen, nur drei Monate später trete man fix an, freute sich der Parteichef. Auch das Finanzierungsziel von 1,2 Millionen Euro habe man bereits zur Hälfte erreicht – "das Glas ist halb voll und es füllt sich noch weiter", so Wlazny.

"Nicht politikverdrossen"

In den drei Monaten habe man "eine Reformbewegung aus dem Boden gestampft", seitdem habe es Versammlungen in fast allen Bundesländern gegeben. Highlights waren laut Wlazny die Bierpartei-Stammtische, bei denen ausgetauscht und debattiert wurde. "Wir hören, was ihr diskutiert", betonte der Parteichef.

Gleichzeitig lobte Wlazny den "überwältigenden" Zuspruch für seine Partei. Er kam zum Schluss, dass die Menschen in Österreich "sicher nicht politikverdrossen sind, vielleicht politikerverdrossen. Das kann man verstehen."

"Gekommen, um zu bleiben"

Spätestens seit 2022 ist Wlazny mit seiner Bierpartei kein Unbekannter mehr. Bei der Bundespräsidentschaftswahl landete der Parteichef mit 8,3 Prozent der Stimmen auf Platz 3 hinter Alexander Van der Bellen und Walter Rosenkranz. Nun hofft er, mit der Bierpartei im Herbst die Fünf-Prozent-Hürde zu meistern.

Fest steht: "Die Bierpartei ist gekommen, um zu bleiben", so Wlazny, der sich am 8. Mai neuerlich zu Wort melden will, um Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu präsentieren.

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