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Jetzt kommt das Auto aus dem 3D-Drucker

Der Viersitzer "enjoy" kann auf Österreichs erster freien Solarroute kostenlos aufgeladen werden. Zielgruppe sind Tourismusbetriebe.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:05

Der Pinzgauer Wirtschaftsberater Roman Haslauer, Gesellschafter von GFB Partner, hebt die Elektromobilität auf eine ganz neue Stufe. Nachdem der 62-Jährige soeben die weltweit erste freie Solarroute in Salzburg vorgestellt hat, folgte nun sein nächster Streich: ein solares, regionales E-Auto aus dem 3D-Drucker.

Das Ziel von Haslauer war ein eigenes Gefährt mit eigenen Bauteilen in Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben zu entwickeln und dabei mit 80 Prozent weniger Einzelteilen als bei herkömmlichen Autos auszukommen.

Es gehe in Zukunft nicht darum, einen herkömmlichen Motor durch einen e-Motor, einen Tank durch eine Batterie zu ersetzen – sondern Mobilität völlig neu zu denken, wird der Visionär von diversen Medien zitiert.

"enjoy" aus dem Drucker

So wundert es auch nicht, dass der Viersitzer "enjoy" auf den ersten Blick recht wenig an ein typisches Auto erinnert. Die Außenhaut stammt aus dem 3D-Drucker. Der Innenraum ist eher minimalistisch mit vier Sitzen aus heimischem Holz, überzogen mit Hirschleder, gehalten.

Der Prototyp wiegt 800 Kilogramm. Das Gewicht soll bis zum Start der Kleinserien-Produktion noch nahezu halbiert werden. Dazu kommen dann noch 150 Kilogramm für die Batterie.

Durch einen Solarlack soll es künftig möglich sein, während das Fahrzeug steht oder fährt, Strom zu erzeugen und damit den eigenen Energiebedarf abzudecken.

Start via Netzhaut-Scan und Fingerprint

An die neueste Technologie ist auch der Startmechanismus angepasst: Einen Schlüssel gibt es für die Pinzgauer E-Innovation nicht. Dieser wird durch Netzhaut-Scans und Fingerprint ersetzt. Bis zu 25 Personen können für ein Fahrzeug gespeichert werden.

Nicht für Endverbraucher

Zielgruppe sind allerdings keine Endverbraucher, es soll vielmehr für Nutzungskonzepte zur Verfügung gestellt werden. Zielgruppe sind Betriebe oder Hotels, die die Autos an die Gäste verleihen.

Zunächst müssen noch Fahrtests und TÜV-Genehmigungen absolviert sowie eingeholt werden. Ab 2018 sollen aber bis zu 100 "enjoy" pro Jahr auf den Markt kommen. (kiky)

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