Freiburg und 1.200 mitgereiste Fans feiern den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Der deutsche Bundesligist machte seinen ersten Einzug in ein Europacup-Halbfinale perfekt. Die Freiburger gewannen im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League 3:1 (2:0) bei Celta Vigo. Im Hinspiel hatte sich der SC mit 3:0 durchgesetzt.
ÖFB-Teamspieler Philipp Lienhart startete in der Innenverteidiger, musste in der 71. Minute mit schmerzverzerrter Miene ausgewechselt werden. Offen, ob von Krämpfen geplagt oder mit einer muskulären Verletzung.
Igor Matanovic per Traumtor (33.) sowie Yuito Suzuki (39. und 50.) trafen für den Sportclub. Das Tor durch Williot Swedberg (90.+1) war zu wenig für die Spanier. In der Vorschlussrunde trifft Freiburg entweder auf die Spanier von Betis Sevilla oder Sporting Braga aus Portugal. Der SC muss zunächst am 30. April auswärts ran, eine Woche später steigt das Rückspiel. Am Sonntag treffen die Breisgauer in der Bundesliga auf den 1. FC Heidenheim, am Donnerstag kommender Woche steht das Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart an.
Es werde noch "sehr tricky", mutmaßte Trainer Julian Schuster, der am Mittwoch seinen 41. Geburtstag feierte, vor dem Spiel: "Ein Schritt weniger und es geht in eine andere Richtung. Deshalb darf es nicht weniger werden, und wir müssen richtig scharf sein."
In den ersten Minuten setzten Schusters Schützlinge die Vorgabe des Trainers um. Vigo kam mit Wucht, die Breisgauer hielten dagegen. Nach einer Viertelstunde war vor beiden Toren noch nichts passiert. Die Freiburger, bei denen Patrick Osterhage und Max Rosenfelder fehlten, machten einen starken Eindruck.
Auch Mitte der ersten Hälfte überzeugten die Gäste mit ihrer disziplinierte Spielweise und großer Zweikampfstärke. Der SC hatte in dieser Phase alles im Griff. Vigo versuchte es immer wieder mit hartem Einsteigen, die Freiburger blieben dennoch stabil. Bei den Gastgebern machte sich zunehmend Frust breit.
Der wurde noch größer, als Matanovic nach rund einer halben Stunde spektakulär per Direktabnahme aus rund 20 Metern traf. Alles lief für den Sport-Club nach Wunsch. Die Freiburger wurden immer selbstbewusster, der Japaner Suzuki erhöhte nach starker Kombination mit Niklas Beste noch vor dem Ende der ersten Halbzeit.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchte Celta noch einmal alles. Die kalte Dusche kam aber prompt, Suzuki war erneut erfolgreich. In der 58. Minute traf der eingewechselte Derry Scherhant den Pfosten. Danach schaltete der SC einen Gang zurück. Schuster nahm mehrere Leistungsträger vom Platz, Torhüter Noah Atubolu konnte sich mehrfach auszeichnen.