Alexander Manninger (48) ist tot. Diese Nachricht erschüttert am Donnerstag den heimischen Fußball und hinterlässt schockierte Ex-Kollegen. Der 33-fache Teamkeeper hinterlässt eine Familie, ein großes sportliches Erbe und trauernde Wegbegleiter.
Manningers ehemaliger Teamkollege und Konkurrent um die Nummer 1 im ÖFB, Helge Payer (46), rang im ORF sichtlich um Fassung: "Erst vor ein paar Tagen habe ich an ihn gedacht. Wir haben uns vor zwei, drei Monaten gesehen, über das Leben philosophiert. Er hat mir vieles erzählt. Als ich das Foto gesehen habe … Wie wir alle wissen, sind das Dinge, die wir nicht verstehen können. Das ist noch immer so. Tieftraurig, es ist noch nicht zu verstehen."
Wie war der Kontakt im Team? "Der Kontakt war fantastisch. Er war für mich einer der nettesten Fußballprofis, die ich in meinem Leben kennengelernt habe. Wir hatten einen Konkurrenzkampf, aber wir hatten nie einen. Er hat das so gelebt, oder wir haben es gemeinsam so gelebt, dass wir gesagt haben: Der Bessere soll spielen, das entscheiden eh nicht wir. Das entscheidet der Trainer, der Josef Hickersberger. Das ist wirklich so: Wenn er gespielt hat, hab ich mich für ihn gefreut. Das ist wirklich so. Und, wenn ich gespielt habe, hat er sich für mich gefreut. Nach den Spielen haben wir immer geplaudert. Er war nicht nur ein sehr guter Kollege. Er war ein sehr guter Freund von mir."
Ex-Teamkeeper Otto Konrad (61): "Wahrscheinlich der erfolgreichste österreichische Torhüter, auf den ich auch ein bisschen eifersüchtig und neidisch bin. Weil, er hat die Welt gesehen, mit ganz Großen des Sports – David Seamen, Gigi Buffon – zusammengespielt. Das waren schon Mannschaften und Spieler, mit denen hätte ich auch gerne zusammengespielt. Es tut mir wirklich sehr leid, dass das heute passiert ist."