Nach Titelverteidiger Sturm und den Wiener Groß-Klubs ist mit Salzburg der nächste Cup-Favorit ausgeschieden! Altach setzt sich am Mittwochnachmittag gegen den Tabellenführer der Bundesliga mit 1:0 durch und bucht das erste Ticket für das Finale in Klagenfurt.
Lukas Jäger (45.+2) erzielt mit dem Pausenpfiff das Goldtor. Der Kapitän trifft per Kopf nach Eckball-Maßflanke von Patrick Greil.
Die Vorarlberger warten auf den Sieger des Halbfinal-Derbys Ried gegen den LASK (20.30 Uhr, im "Heute"-Liveticker und auf ORF 1). Das erste Finale der SCR-Klubgeschichte steigt am 1. Mai im Wörthersee Stadion.
Altach ging als klarer Außenseiter in die Partie. Der letzte Auswärtssieg von Altach lag mehr als zehn Jahre zurück. Die Gastgeber schienen sich unter ihrem neuen Trainer Daniel Beichler stabilisiert zu haben. Nach dem Rauswurf von Gerhard Struber feierten die "Bullen" einen 5:1-Sieg gegen den bis dahin unter Didi Kühbauer ungeschlagenen LASK. Gegen Hartberg war der Liga-Leader überlegen, kam nicht über ein 0:0 hinaus.
Und Altach? Die Vorarlberger verloren im Winter Trainer Sandro Ingolitsch und Abwehrchef Paul Koller an Sturm Graz. Mit dem 2:1-Heimsieg über die Austria, dem jüngsten 1:1 gegen Rapid und fünf ungeschlagenen Partien startete Neo-Coach Ognjen Zaric beachtlich in seine Ära – nun eliminiert er Salzburg zwar überraschend, aber dem Spielverlauf entsprechend verdient.
Zaric jubelt: "Absolut unglaublich, der Plan perfekt umgesetzt von den Jungs. Absolut verdient gewonnen. Die Großchancen sind klar auf unserer Seite gewesen. Das ist ein Marktwert von 120, 150 Millionen Euro, wir haben gewusst, dass Qualität auf uns zukommt. Unglaublich, erstmals jetzt im Finale. Historisch für den ganzen Klub, das wollen wir heute genießen."
Die Gäste sind über weite Strecken des Halbfinales ebenbürtig, halten die Hausherren vom eigenen Tor fern. Bei den wenigen Möglichkeiten ist Altach-Schlussmann Dejan Stojanovic zur Stelle. So auch in der Nachspielzeit: Ex-ÖFB-Teamspieler Karim Onisiwo findet im Schlussmann seinen Meister und verpasst die beste Ausgleichschance.
Bei Salzburg ist die anfängliche Aufbruchsstimmung unter Beichler bereits im dritten Spiel wieder dahin. Der erste von zwei möglichen Titeln ist verspielt. Dem entthronten Serienmeister droht die dritte titellose Saison in Folge.
ÖFB-Teamkeeper und Salzburg-Leader Alex Schlager ist sauer: "Wir sind gut ins Spiel reingekommen. Die letzten 20, 25 Minuten sind wir in der ersten Halbzeit schlampig geworden. Am Ende stehen wir da wie die Vollidioten, zurecht. Altach ist verdient weiter."
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