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Jetzt machen die Ebola- Länder die Grenzen dicht

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:23

Die drei von der Ebola-Epidemie betroffenen afrikanischen Länder Guinea, Sierra Leone und Liberia haben das gemeinsame Grenzgebiet zur Quarantänezone erklärt. Die als Epizentrum der Seuche identifizierten Gegenden würden von Polizei und Streitkräften isoliert und die Bewohner mit Hilfslieferungen versorgt, teilte die regionale Wirtschaftsorganisation Mano-Fluss-Union, am Freitag in Conakry mit. Auch eine erste Fluggesellschaft reagierte und stellte die Flüge nach Guinea ein.

haben das gemeinsame Grenzgebiet zur Quarantänezone erklärt. Die als Epizentrum der Seuche identifizierten Gegenden würden von Polizei und Streitkräften isoliert und die Bewohner mit Hilfslieferungen versorgt, teilte die regionale Wirtschaftsorganisation Mano-Fluss-Union, am Freitag in Conakry mit. Auch eine erste Fluggesellschaft reagierte und stellte die Flüge nach Guinea ein.

Auf das Quarantänegebiet entfallen gut 70 Prozent der bekannten Epidemiezone, wie die Generalsekretärin der Mano-Fluss-Union, Hadja Saran Darab, am Rande des Sondergipfels der betroffenen westafrikanischen Staaten und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Guineas Hauptstadt Conakry erklärte. Einen Gipfel in Conakry nutzten die Teilnehmer, um ein 100 Millionen Dollar (75 Millionen Euro) umfassendes Hilfsprogramm auf den Weg zu bringen. Obwohl die Elfenbeinküste nicht betroffen ist, nahm sie ebenfalls an dem Treffen teil.

"Katastrophale Folgen" befürchtet

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht inzwischen von mehr als 1.300 Infizierten in Westafrika aus, mindestens 729 Menschen überlebten die Ebola-Infektion nicht. Die Seuche breite sich "schneller aus als unsere Anstrengungen, sie zu kontrollieren", sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Conakry. Sollte sich die Lage weiter verschlechtern, sei mit "katastrophalen" Folgen und einer Ausweitung auf andere Länder zu rechnen. Chan sprach von der "weitaus größten" Ebola-Seuche seit der Entdeckung des Erregers vor 40 Jahren.

Der WHO zufolge müssen mehrere Hundertschaften medizinischen Fachpersonals in die Seuchenregion entsandt werden, um dort überforderte Behörden und Hilfskräfte zu unterstützen. Dringend angefordert hätten die Krisenländer vor allem Ärzte, Krankenpfleger und Epidemiologen. Mit dem Hilfsprogramm sollen zudem Erkrankte früher identifiziert und systematische Behandlungen garantiert werden.

US-Bürger werden in die Heimat geflogen

Die Vereinigten Staaten wollen zwei infizierte US-Bürger in den kommenden Tagen zurück in ihre Heimat fliegen lassen. Dort würden die beiden Patienten strikt isoliert und behandelt, sagte US-Außenamtssprecherin Marie Harf. Betroffen sind ein Arzt und eine christliche Missionarin, die in Liberia als Hilfskräfte tätig waren und sich dort angesteckt hatten.

Vor dem Hintergrund des anstehenden Afrika-Gipfels in der kommenden Woche in Washington kündigte US-Präsident Barack Obama unterdessen Kontrollen von Delegationsmitgliedern aus betroffenen Ländern an. Er sei überzeugt, dass die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen "angemessen" seien, sagte er im Weißen Haus.

Emirates stelllt Flüge nach Guinea ein

Als erste große internationale Fluggesellschaft hat die arabische Emirates ihre Flüge nach Guinea eingestellt. Bis auf Weiteres werde das Land nicht mehr angeflogen, teilte die Airline am Samstag mit. Die Sicherheit von Passagieren und Besatzung habe höchste Priorität, da gehe das Unternehmen keine Kompromisse ein, hieß es auf der Webseite der Emirates.

Auch das österreichische Außenamt hat sich zur aktuellen Situation geäußert. Es wird von Reisen dorthin "dringend abgeraten".

 

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