Streit um neue Abgabe

Jetzt sollen neue Steuern auf Süßigkeiten & Co. kommen

Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl verlangt strengere Maßnahmen gegen Übergewicht und Diabetes - darunter eine Zuckersteuer und Werbeverbote.
Österreich Heute
07.06.2026, 19:51
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Tirols Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl fordert von der Bundesregierung neue Maßnahmen gegen Übergewicht, Diabetes und andere sogenannte Zivilisationskrankheiten. Neben mehr Aufklärung spricht sich der AK-Chef auch für eine Zuckersteuer aus.

"Wann, wenn nicht jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um gegenzusteuern: für mehr Infos und mehr Gesundheitsbewusstsein", erklärte Zangerl. Hintergrund seien steigende Gesundheitsprobleme in Österreich. Laut Zangerl sind rund 30 Prozent der Bevölkerung übergewichtig, etwa neun Prozent leiden an Diabetes. Betroffen seien zunehmend auch junge Menschen berichtet der ORF.

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Ampelkennzeichnung auf Produkten

Ein zentraler Punkt seiner Forderungen ist eine verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln. Die bisher freiwillige "Nutri-Score"-Angabe soll gesetzlich vorgeschrieben werden. Die sogenannte Ampelkennzeichnung informiert mit einer Skala von A (dunkelgrün) bis E (rot) über Zucker-, Salz-, Fett-, Ballaststoff- und Eiweißgehalt eines Produkts.

Viele Konsumenten würden Lebensmittel laut Studien falsch einschätzen oder Nährwertangaben nicht lesen beziehungsweise nicht verstehen. Eine einfachere Kennzeichnung könne daher bei Kaufentscheidungen helfen.

Zucker soll teurer werden

Darüber hinaus fordert Zangerl eine stärkere Besteuerung von Zucker. Die Verteuerung ungesunder Produkte könne nicht nur zusätzliche Einnahmen bringen, sondern auch das Bewusstsein für gesundheitliche Risiken schärfen und das Kaufverhalten beeinflussen, zeigte sich der AK-Chef überzeugt.

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Außerdem spricht er sich für ein gesetzliches Werbeverbot für stark zuckerhaltige Getränke aus. Dabei verweist er auf die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Tagesmenge von 25 Gramm Zucker. Diese werde bei einzelnen Getränken mit 0,3 oder 0,5 Liter Inhalt bereits überschritten.

Heftige Kritik der FPÖ

Widerspruch kommt von der Tiroler FPÖ. Der freiheitliche Gesundheitssprecher, Landesparteigeneralsekretär und AK-Vorstand Patrick Haslwanter kritisierte die Forderung nach einer Zuckersteuer scharf, so der ORF. Zangerl solle sich "lieber über Entlastungsmaßnahmen und Steuersenkungen für die arbeitende Bevölkerung Gedanken machen, als neue Steuern einzufordern".

Haslwanter sprach von einer "sozialpolitischen Katastrophe", die vor allem einkommensschwache Familien treffen würde. Den übrigen Vorschlägen des AK-Präsidenten, etwa bei Kennzeichnung und Aufklärung, stand der FPÖ-Politiker hingegen positiv gegenüber.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.06.2026, 19:51
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