Der Stanley-Cup-Traum von Eishockey-Superstar Leon Draisaitl ist auch im neunten Anlauf geplatzt. Der gebürtige Kölner verlor mit seinen Edmonton Oilers das sechste Spiel im Play-off-Viertelfinale der Profiliga NHL gegen die Vegas Golden Knights mit 2:5. Durch die vierte Niederlage der Oilers ist die Serie entschieden, Las Vegas trifft im Halbfinale der Western Conference auf den Sieger des Duells Dallas Stars gegen Seattle Kraken.
Draisaitl (27), der seinen 18 Scorerpunkten in den laufenden Play-offs in Spiel sechs keinen weiteren hinzufügte, könnte durch das Play-off-Aus allerdings noch zu einem Thema für die deutsche Nationalmannschaft werden, die am Montagabend bei der WM im finnischen Tampere ihr drittes Vorrundenspiel bestreitet.
Wichtig aus österreichischer Sicht: Am 19. Mai trifft die ÖEHV-Auswahl in Gruppe A auf Deutschland. Sollt Draisaitl nachreisen, müssen sich Österreichs Keeper Bernhard Starkbaum und David Kickert auf einen der treffsichersten Scharfschützen der letzten NHL-Jahre einstellen. In der Regular Season ließ der 27-Jährige heuer 52 Mal das Netz zappeln.
DEB-Sportdirektor Christian Künast jedenfalls sagte am Sonntag, er wolle im Fall von Edmontons Play-off-Aus "anfragen, wie es bei ihm aussieht". Ein Leon Draisaitl "würde sich auch für ein Spiel lohnen".
Auch eine WM-Teilnahme von Torhüter Philipp Grubauer, der mit Seattle noch um den Einzug ins Stanley-Cup-Halbfinale kämpft, schloss der DEB-Sportdirektor nicht aus. Zwei Kaderplätze hat der DEB bei der WM bislang noch offen gelassen.
Österreich in Gruppe A der Eishockey-WM in Finnland
Österreich - Frankreich 1:2 n.V.
Österreich - Schweden 0:5
14. Mai: Schweden - Österreich (19:20 Uhr, ORF SPORT +)
16. Mai: Dänemark - Österreich (15:20 Uhr, ORF1)
17. Mai: USA - Österreich (15:20 Uhr, ORF1)
19. Mai: Österreich - Deutschland (19:20 Uhr, ORF Sport +)
20. Mai: Österreich - Finnland (15:20 Uhr, ORF1)
22. Mai: Österreich - Ungarn (19:20 Uhr, ORF Sport +)
Österreich verlor am Samstag sein Auftaktspiel gegen Frankreich mit 1:2 nach Verlängerung. Am Sonntag setzte sich WM-Mitfavorit Schweden erwartungsgemäß deutlich gegen die Auswahl von Teamchef Roger Bader durch.