Nachdem die Lage in Westafrika zu eskalieren droht, macht sich nun auch im Rest der Welt Angst vor einer möglichen Ebola-Epidemie breit. Besonders der Transport eines infizierten US-amerikanischen Arztes sorgt in seiner Heimat für Kopfschütteln. Auch Verschörungstheoretiker nutzen die Panik für immer kuriosere Annahmen.
, macht sich nun auch im Rest der Welt Angst vor einer möglichen Ebola-Epidemie breit. Besonders der Transport eines infizierten US-amerikanischen Arztes sorgt in seiner Heimat für Kopfschütteln. Auch Verschörungstheoretiker nutzen die Panik für immer kuriosere Annahmen.
Der Arzt Kent Brantley hatte sich bei einem Aufenthalt in Liberia mit dem Virus infiziert. Nach ersten Berichten ist die Krankenschwester Nancy Writebol ebensfalls betroffen. Am Samstag wurden die beiden Infizierten schließlich in die USA gebracht und waren unter großen Sicherheitsvorkehrungen auf einem Militärflughafen in Georgia gelandet. Wie zwei Schwerverbrecher wurden die Mediziner in einem Konvoi in ein Krankenhaus eskortiert.
Unverständnis macht sich breit
Der Transport in die Heimat stieß jedoch nicht bei allen Amerikanerin auf Verständnis. Besonders in sozialen Netzwerken protestierten Tausende gegen die Behandlung in den USA. So war häufig zu lesen, dass die Mediziner das Risiko kennen müssten und sich schließlich auf eigene Gefahr in die betroffenen Länder begeben hätten.
Auch Milliardär Donald Trump nahm sich kein Blatt vor den Mund und twitterte: "Das große Problem mit Ebola ist, dass alle Infezierten aus West-Afrika in die USA komen. STOPPT DIE FLÜGE!"
The bigger problem with Ebola is all of the people coming into the U.S. from West Africa who may be infected with the disease. STOP FLIGHTS!
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump)
Welt ist in Panik
Überhaupt scheint derzeit die Angst und Bange vor der Krankheit keine Grenzen zu kennen. , sorgte ein Zwischenfall in London für Aufsehen: Am Wochenende war eine 70-Jährige, deren Flug aus Sierra Leone gekommen war, kurz nach der Landung am Flughafen Gatwick tot zusammengebrochen. Obwohl kurz darauf bekannt wurde, dass die Dame nicht an Ebola erkrant war, wurde das Flughafenpersonal kurzzeitig isoliert.
Auch Nigeria hat nun den ersten Infizierten zu beklagen. Ein Arzt der einen Infizierten in Liberia behandelte sein betroffen. Besonders problematisch sei eine Ausbreitung in Nigeria insofern, da die Flughäfen des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas oft als Durchzugsflughäfen für Anschlussflüge verwendet werden, und das Virus sich so leicht verbreiten könnte.
Verschwörungstheoretiker nutzen Panik
Indes sorgen immer kuriosere Verschörungstheorien für Aufsehen. So wird im Netz spekuliert, ob das Virus aus einem Sicherheitsleck der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC stamme. Andere wiederum argumentieren die Heimholung der Infizierten damit, dass man die Sicherheitsmaßnahmen der USA auf die Probe stellen wolle.
Weltbank stellt Mittel zur Verfügung
Die Weltbank sagte unterdessen finanzielle Hilfe zu. Sie will ein Notprogramm in Höhe von 200 Millionen Dollar (knapp 150 Millionen Euro) auflegen. Die Hilfe diene kurzfristig zur Finanzierung von Fachpersonal, Ausrüstung und Vorbeugemaßnahmen in den am meisten betroffenen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone, teilte Weltbankpräsident Jim Yong Kim am Montag mit.