Ende vergangenen Jahres platzte die Bombe: Damals wurde bekannt, dass der Faserhersteller Lenzing mit der Zentrale im Bezirk Vöcklabruck massiv Stellen abbaut. Weltweit fallen wie berichtet 500 Jobs weg.
Jetzt die nächste Hiobsbotschaft: Am Freitag teilte das Unternehmen mit, dass es 2023 einen Nettoverlust von satten 593 Millionen Euro eingefahren hat. Die Folge: Der Wert von fünf Produktionswerken – insgesamt 465 Millionen – muss abgeschrieben werden.
Betroffen sind Standorte in Österreich, den USA, China, Thailand und Indonesien. Lenzing berichtet von einem nach wie vor unsicheren Umfeld und dazu weiter hohen Rohstoff- und Energiepreisen.
Die bittere Pille: "Der Stellenabbau ist weit fortgeschritten, aber nicht abgeschlossen", wird Firmenchef Stephan Sielaff von der APA zitiert. Er versuchte gleichzeitig zu beruhigen: Darüber hinaus plane man derzeit kein Sparprogramm. Per Jahresende beschäftigte Lenzing weltweit etwa 7.900 Mitarbeiter (Vollzeit-Äquivalente; Anm.).
„Der Textilmarkt ist derzeit noch schwer prognostizierbar.“Stephan SielaffChef der Lenzing AG
"Die Erholung wird kommen", so Sielaff. Man wisse auch, dass das Niveau nach der Krise oberhalb des Niveaus vor der Krise liegen werde. "Der Textilmarkt ist derzeit noch schwer prognostizierbar." Man sei aber bereit für den Umschwung.
Wenn Fahrschulen in die Insolvenz schlittern, kann das für Kunden bitter sein. Viele zahlen im Vorhinein, das Geld ist bei einer Pleite weg.
Im Vorjahr führte die behördliche Schließung der oberösterreichischen Fahrschule Friends zum nächsten Insolvenzverfahren in der Branche. Wie die AK jetzt wieder warnt, kommen die betroffenen Schüler finanziell "unter die Räder". Sie müssen darauf hoffen, im Insolvenzverfahren zumindest einen Teil der geleisteten Zahlungen ersetzt zu bekommen.