Johann König: "Heutige Generation ist zu verweichlicht"

Der deutsche Komiker Johann König gastiert mit seinen Programm "Jubel, Trubel, Heiserkeit" in Linz.
Der deutsche Komiker Johann König gastiert mit seinen Programm "Jubel, Trubel, Heiserkeit" in Linz.(c) IMAGO/Andreas Weihs
Heute ist der deutsche Comedian mit "Jubel, Trubel, Heiserkeit" in Linz zu sehen. In seinem Programm kommt seine Familie nicht gerade gut weg.

Klimawandel, Generationenkonflikte und Paartherapie – Johann Königs Programm "Jubel, Trubel, Heiserkeit" beleuchtet die großen und kleinen Probleme als Ehemann und Familienvater. "Meine Kinder kommen nicht so gut dabei weg. Und meine Frau auch nicht", lacht der Comedian im Gespräch mit "Heute".

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Doch was für Streitigkeiten führt der dreifache Vater mit seinen Kindern? "Die Kinder fragen mich, warum ich Fleisch esse, zum Beispiel, warum ich so viel Auto fahre und warum ich fliege", erzählt Johann König im Gespräch mit "Heute". "Sie haben auch hohe Ansprüche und wollen, dass ich kein Fleisch mehr esse. Aber sie würden auch nie ihr Smartphone im Gegenzug abgeben, wo ich dann sage: 'Stromverbrauch ist auch schlecht für die Umwelt'." Die heutige Kinder-Generation sieht König oft als zu "verweichlicht" an: "Kinder werden heute in alles mit einbezogen und das überfordert sie. Natürlich ist es gut, aber es hat auch Grenzen. Einen guten Mittelweg brauchen wir."

"Meine Frau muss an die Geburt der Kinder denken, wenn sich unsere viel zu fette Katze mühsam durch die Katzenklappe quetscht."

Auch seine Eheprobleme werden im Programm humoristisch unter die Lupe genommen. "Meine Frau hat auch ganz viel zum Programm beigetragen mit ihren Sprüchen", erzählt König "Heute". "Wir haben eine Katze und einmal hat sie gesagt, dass sie an die Geburt der Kinder denken muss, und zwar dann, wenn sich diese viel zu fette Katze mühsam durch die Katzenklappe quetscht." Material für seine Comedy-Show liefert seine Familie also zu genüge, aber was halten sie selbst denn davon?

Der Comedian ist auch selbst sichtlich amüsiert über sein Programm.
Der Comedian ist auch selbst sichtlich amüsiert über sein Programm.(c) IMAGO/Andreas Weihs

"Die haben das Programm tatsächlich noch nicht gesehen. Am 11.11. kommen sie dann zum allerersten Mal und die ganze Familie guckt sich das Programm an. Da bin ich wahrscheinlich sehr aufgeregt und überlege noch, ob ich das dann ein bisschen umändere", lacht König.

"Falco war immer mein größter Star"

In Österreich war der Deutsche in den letzten 20 Jahren nur drei Mal. "Ich nehme mir immer vor, auf den Zentralfriedhofzu gehen und mir FalcosGrab anzugucken. In den 80ern war Falcoimmer mein größter Star. Deshalb möchte ich einmal da stehen, wo er liegt."

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