Jonah Hill (42) nimmt in seiner neuen Apple-TV+-Produktion "Outcome" kein Blatt vor den Mund. Der Schauspieler und Regisseur legt einer Filmfigur einen knallharten Satz über Antisemitismus in den Mund – und direkt danach zoomt die Kamera auf ein großes Porträt von Kanye West (48) an der Wand.
In der Szene geht es um ein Krisenmeeting für den fiktiven Hollywoodstar Reef Hawk, gespielt von Keanu Reeves (61). PR-Berater besprechen, wie man mit Skandalen wie sexuellem Fehlverhalten oder Rassismus umgeht. Als die Frage aufkommt, warum niemand vom Antisemitismus-Komitee erschienen ist, folgt die bissige Pointe: PR-Expertin Hazel erklärt, Judenhass schade einer Karriere nicht – er helfe sogar.
Jonah Hill erklärte in der "The Zane Lowe Show", er habe die Szene bewusst überspitzt: "Es zeigt, dass die Kultur einfach verrückt ist und es immer war und immer sein wird, und das Lustige ist, dass du eine judenfeindliche Tournee veranstalten kannst und dann das SoFi Stadium ausverkaufst."
Der Seitenhieb kommt nicht von ungefähr. Kanye West hatte in den vergangenen Jahren mehrfach mit judenfeindlichen Äußerungen für Empörung gesorgt, unter anderem mit Gewaltdrohungen gegen jüdische Menschen, Lob für Adolf Hitler und Verschwörungserzählungen. Die Folgen waren drastisch: Große Marken beendeten ihre Zusammenarbeit, Social-Media-Plattformen sperrten seine Accounts, und aus Großbritannien kam ein offizielles Einreiseverbot.
Ye veröffentlichte seither mehrere Entschuldigungen. Besondere Aufmerksamkeit bekam seine Botschaft, der Film "21 Jump Street" mit Jonah habe ihm geholfen, wieder Sympathie für jüdische Menschen zu empfinden. Jonah Hill selbst betont, er führe keinen offenen Streit mit Kanye. Der Komiker verarbeitet die Geschichte auf seine Art – auf der Leinwand und mit viel schwarzem Humor.