Journalisten streiken für Meinungsfreiheit

Zahlreiche Mitarbeiter tunesischer Medien haben mit einem eintägigen Streik gegen neue Einschränkungen der Pressefreiheit durch die islamistische Regierungspartei Ennahda protestiert. Vor dem Sitz der nationalen Journalistengewerkschaft in der Hauptstadt Tunis versammelten sich am Mittwoch Hunderte Demonstranten zu einer Kundgebung. Zahlreiche Zeitungen sollten an diesem Donnerstag nicht erscheinen.

Zahlreiche Mitarbeiter tunesischer Medien haben mit einem Streik gegen neue Einschränkungen der Pressefreiheit durch die islamistische Regierungspartei Ennahda protestiert. Vor dem Sitz der nationalen Journalistengewerkschaft in der Hauptstadt Tunis versammelten sich Hunderte Demonstranten zu einer Kundgebung. Zahlreiche Zeitungen sollten an diesem Donnerstag nicht erscheinen.

Die Journalisten werfen den Islamisten in der Regierung unter anderem Einmischungs- und Zensurversuche vor und fordern, die Meinungsfreiheit in der neuen Verfassung festzuschreiben. Zudem verlangen sie die Absetzung von parteinahen Personen, die zuletzt Topposten bei Staatsmedien bekamen.

In Tunesien standen die Medien bereits während der Amtszeit des Anfang 2011 gestürzten Langzeitpräsidenten Zine el-Abidine Ben Ali unter strenger Staatskontrolle.

Viele Journalisten befürchten nun neue Einschränkungen. Seit den Wahlen im Oktober 2011 wird das Land von einer Koalition um die islamistische Ennahda-Partei regiert. Sie ließ am Abend mitteilen, dass sie zwei Dekrete zur Wahrung der Pressefreiheit in Kraft treten lassen werde. Dies war eine Forderung der Streikenden gewesen.

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