JP behält trotz 140 km/h in 50er-Zone Führerschein

Jean-Pierre Kraemer fuhr mit seinem E-Porsche in einer Ortschaft viel zu schnell. 
Jean-Pierre Kraemer fuhr mit seinem E-Porsche in einer Ortschaft viel zu schnell. imago-people
Tuner und Youtuber JP Kraemer ist mit einem Porsche Taycan Turbo S mit 142 km/h im Ortsgebiet gefilmt worden. Ihm drohte ein Führerschein-Entzug.

In der weltweiten Autoszene JP Kraemer mittlerweile allen ein Begriff. In seinen Youtube-Videos zelebriert der das Tuning des Automobils regelrecht und machte seine Firma "JP Perfomance" zur Ikone. Doch im Juni sorgten Ausschnitte eines Videos für viel Gesprächsstoff. Auf den Aufnahmen war zu sehen, wie er mit seinem neuen Porsche Taycan Turbo S (761 PS) im Ortsgebiet ganze 142 Stundenkilometer fuhr - "Heute" berichtete. 

Nachdem das Video im Netz landete, gingen mehr als zehn Anzeigen bei der Polizei gegen den Tuner aus Dortmund ein. Die Polizei soll laut "bild.de" gegen JP ermittelt haben. Im Raum stand auch die Teilnahme an einem illegalen Autorennen. Mögliche Konsequenzen für den Dortmunder: Neun Monate Fahrvebot, eine hohe Geldstrafe und im Extremfall sogar bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. Der E-Porsche (mindestens 190.000 Euro Wert) hätten zudem als Tat-Fahrzeug versteigert werden können.

Darum darf JP seinen Führerschein vorerst doch behalten

Im deutschen Strafgesetzbuch gibt es den § 315d, der besagt: "Wer sich im Straßenverkehr als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Laut Staatsanwaltschaft in Siegen passe dies auch auf die Handlungen im Video. Allerdings rettete der Zusatz "um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen" JP Kraemer vorerst den Führerschein. Das Gericht lehnte die Anklage genau deshalb ab. Die Ermittlungen wurden eingestellt, weil die zwischen der Höchstgeschwindigkeit des Porsche Taycan Turbo S, bei 260 km/h liegt, im Vergleich zu den am Tacho angezeigten 142 km/h schlichtweg zu groß sei. Nun kümmert sich die Bußgeldstelle um den Fall. 

Die Geldstrafe bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 70 km/h sieht ein dreimonatiges Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und einen Strafzettel in der Höhe von 680 Euro vor. Das Bußgeld kann bei vorsätzlicher Tat aber auch auf 1.360 Euro verdoppelt werden. 

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