Laut Rat auf Draht

94 % aller Teenager in Österreich nutzen KI-Chatbots

Jugendliche nutzen KI im Alltag, bleiben aber kritisch: Bei sensiblen Themen setzen sie weiterhin auf Beratung durch echte Menschen.
Heute Life
19.02.2026, 09:08
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Die KI ist aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen in Österreich längst nicht mehr wegzudenken. Das zeigen aktuelle Studien, etwa die von "saferinternet.at": Laut einer Aussendung nutzen 94 Prozent aller befragten Jugendlichen KI-Chatbots.

Für viele Erwachsene, vor allem Eltern, bleibt die KI, wenn es um die eigenen Kinder geht, aber ein großer Unsicherheitsfaktor. Dabei gehen Jugendliche mit dieser neuen Technologie sehr überlegt um. Sie zeigen eine gesunde Portion Skepsis und Misstrauen, wie die Beratungen bei Rat auf Draht zeigen – und das, obwohl oder vielleicht gerade weil sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigen und KI oft verwenden.

Hilfe von echten Menschen

Besonders wichtig ist den Jugendlichen, dass sie bei einer Beratungseinrichtung wie Rat auf Draht von echten Menschen Hilfe und Unterstützung bekommen: "Immer mehr junge Menschen fragen zu Beginn eines Telefongesprächs oder Chats explizit nach, ob es sich um einen echten Menschen handelt. Es ist ihnen sehr wichtig, von einer realen Person beraten zu werden und nicht von einer Maschine", erklärt Birgit Satke, die Leiterin des Beratungsteams. Das gilt vor allem bei Themen wie psychischer Gesundheit, psychischen Erkrankungen, Mobbing oder anderen akuten Belastungen.

Die KI stößt nämlich bei vielen Fragen irgendwann an ihre Grenzen und liefert dann unbefriedigende Antworten. "Die Jugendlichen schildern uns, dass sie bereits die KI zu ihrem Anliegen befragt haben, dabei allerdings auf Hürden gestoßen sind und daher gerne den Rat eines echten Menschen hätten. Oder, sie möchten die Information, die ihnen die KI gegeben hat, auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen und fragen bei uns nach", sagt Satke.

KI nicht zur Selbstdiagnostik

Und sie ergänzt: "Die KI eignet sich für ein erstes Clearing des Problems durchaus gut, sollte allerdings nicht zur Selbstdiagnostik genutzt werden. Das geben wir den Anrufern auch in den Beratungen mit." Positiv sei, dass die KI im Verlauf eines Chats nach einer gewissen Zeit dazu rät, die Einschätzung und die Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen. "Hier wird Rat auf Draht sehr oft von der KI empfohlen, wie uns die Jugendlichen mitteilen", so Satke.

Rat auf Draht bietet jetzt auch einen eigenen Club an. Wenn du Mitglied werden und die Arbeit unterstützen willst, findest du alle Infos auf www.rataufdraht.club.

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