Montagfrüh wanderte eine 25-Jährige aus dem US-Bundesstaat Ohio durch den Yellowstone National Park (Wyoming). Dabei dürfte sie einem Bison zu Nahe gekommen sein, berichtete die Parkverwaltung am Dienstag. Vorgeschrieben ist eine Entfernung von rund 23 Metern, sie ging aber bis auf drei Meter an das Tier heran.
Der Grund dürfte gewesen sein, dass sich das Bison relativ nah am Wanderweg befand. In weiterer Konsequenz spießte es die junge Frau auf und schleuderte sie rund drei Meter in die Luft. Sie erlitt dadurch eine schwere Stichwunde sowie weitere Verletzungen.
Sofort waren die Rettungskräfte des Nationalparks vor Ort und transportierten das Opfer ins Eastern Idaho Regional Medical Center. Der Vorfall soll nun genauer untersucht werden.
Es handelt sich dabei um den ersten Zwischenfall mit einem Bison in diesem Jahr, doch insgesamt kamen bisher durch kein Tier mehr Menschen zu Schaden. "Sie sind unberechenbar und können drei Mal schneller laufen als Menschen", so das National Park Service.
Aus diesem Anlass weist man abermals auf die Verhaltensregeln hin. Gegenüber Tieren wie Bisons, Elchen, Rentieren, und Kojoten soll stets ein Abstand von zumindest 23 Metern gehalten werden, gegenüber Bären und Wölfen sogar 91 Meter. Im Zweifelsfall sollte man umdrehen oder einen anderen Weg suchen.