Zu spät gekündigt

Junge Kassiererin bekommt für einen Monat 5.300 Euro

Nach nur einem Monat verlor eine junge Kassiererin ihren Job. Weil die Kündigung aber zu spät zugestellt wurde, erhielt sie rund 5.300 Euro.
André Wilding
29.07.2026, 17:02
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Mit einer Kündigung nach nur einem Monat war für eine junge Kassiererin der Job bei einer großen Handelskette rasch wieder vorbei. Der Arbeitgeber berief sich dabei auf die Probezeit. Doch genau dabei unterlief offenbar ein folgenschwerer Fehler.

Wie die Arbeiterkammer (AK) berichtet, wurde die Verständigung über die Kündigung der Mitarbeiterin erst nach Ablauf der Probezeit zugestellt. Damit griffen nicht mehr die Regelungen für die Probezeit, sondern die gesetzlichen beziehungsweise kollektivvertraglichen Kündigungsfristen.

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Anspruch auf weiteres Entgelt

Nach Einschätzung der AK hätte die junge Frau deshalb weiterhin Anspruch auf Entgelt gehabt. Um ihre Rechte abzuklären, wandte sie sich an die Bezirksstelle St. Pölten. Die Experten der Arbeiterkammer intervenierten daraufhin beim Unternehmen - mit Erfolg.

Nach der Intervention überwies die Handelskette den ausstehenden Betrag an die ehemalige Mitarbeiterin. "In Summe waren das knapp 5.300 Euro", erklärt Johannes Öllerer, Leiter der AK-Bezirksstelle.

Der Fall zeigt, dass bei Kündigungen auch Fristen und der Zeitpunkt der Zustellung entscheidend sein können - und Fehler für Arbeitgeber teuer werden.

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