Junge VP soll für dieses Foto 500 Euro zahlen

Die JVP bewarb eine Veranstaltung mit Ex-Neos-Mandatar Vavrik mit einem Bild, dessen Rechte bei den Neos liegen.
Die JVP bewarb eine Veranstaltung mit Ex-Neos-Mandatar Vavrik mit einem Bild, dessen Rechte bei den Neos liegen.Bild: Facebook Screenshot

Die JVP hat für die Bewerbung einer Veranstaltung mit Ex-Neos-Mann Vavrik ein Foto verwendet, das den Neos gehört. Die holen mit Witz zum Gegenschlag aus.

Nächste Runde im Schlagabtausch Neos gegen ÖVP: Nach dem Wechsel des pinken Abgeordneten Christoph Vavrik zu den Konservativen, gehen zwischen den beiden Parteien die Wogen hoch. Der Streit wird aber auch mit Witz ausgetragen. Etwa zuletzt mit der Versteigerung eines Gartenschlauchs ("Heute" berichtete), der die Neos an das Rückgrat des Abtrünnigen erinnert. Nun geht es um die Bildrechte an einem Foto.

Die Junge VP bewirbt die Veranstaltung "60 Min auf den Punkt" am 21. April mit dem zur VP gewechselten Mandatar Vavrik mit einem Foto, das rechtlich dem Parlamentsklub der Neos gehört.

Wie reagieren die Neos? Sie schreiben zuerst einmal einen quasi höflichen Facebook-Eintrag.

Christoph Vavrik war Gründungsmitglied der Neos und sitzt für diese im Nationalrat. Er geriet in die Kritik, als er zu einem Artikel über die Homo-Ehe auf Facebook postete:

"O tempora, o mores! Künftige Zivilisationen werden auf solche gesellschaftliche Abartigkeiten mit demselben Unverständnis blicken wie wir heute auf die Sklaverei ..."

Diese Äußerung wurden von vielen als homophob kritisiert, insbesondere der Vergleich mit der Sklaverei. Auch die Neos distanzierten isch öffentlich von Vavrik. Die "verbale Entgleisung" entspreche nicht der Parteilinie in Bezug auf die Gleichberechtigung von Homosexuellen.

Es wurde vereinbart, dass Vavrik sein Mandat noch im ersten Quartal 2017 niederlegen werde. Am 30. März, einen Tag vor Ablauf dieser Frist, gaben Vavrik und der ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka bekannt, dass er zur ÖVP wechseln werde.

In diesem fordern sie die Jugendorganisation auf, das Foto zu entfernen und für die unerlaubte Verwendung zu spenden. Wohin sollen die geeforderten 500 Euro gehen? An die Aktion "Ehe gleich", die eine Gleichstellung von hetero- und homosexueller Partnerschaft fordert. Im Hintergrund steht, dass die Neos ihrem Ex-Mandatar Vavrik auch "homophobe Äußerungen" nachsagen, für die in ihrer Partei kein Platz gewesen sei.

Die Veranstaltung der Jungen VP soll Interessierten die Möglichkeit geben, in 60 Minuten Insidern Fragen zu stellen und mit ihnen zu diskutieren. "Im Anschluss gibt das Format die Gelegenheit, im persönlichen Gespräch und in lockerer Atmosphäre weiter zu diskutieren", heißt es seitens JVP. Mittlerweile birgt die Veranstaltungsankündigung auf Facebook kein Foto mehr. (uha)

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