Syrische Staatsmedien

Junger Mann durch israelischen Panzerbeschuss getötet

Bei israelischem Panzerbeschuss ist im Süden Syriens nach Angaben syrischer Staatsmedien ein Mann getötet worden.
André Wilding
04.04.2026, 09:45
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Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete am Freitag, ein "junger Syrer" sei in der Provinz Kuneitra nahe den von Israel besetzten Golanhöhen durch den Beschuss eines Fahrzeugs getötet worden. Auch das Staatsfernsehen meldete, ein ziviles Auto sei getroffen worden.

Das syrische Außenministerium schrieb in einer Stellungnahme von einem "Verbrechen", bei dem "die Besatzungstruppen" eine Panzergranate auf ein "ziviles Fahrzeug abgefeuert" hätten. Der Vorfall stelle eine "flagrante Verletzung des humanitären Völkerrechts" dar, hieß es weiter.

Mehrere Straßen gesperrt

Zuvor hatten staatliche Medien berichtet, israelische Streitkräfte hätten in der Region mehrere Straßen gesperrt, die zu neu eingerichteten Militärstellungen führten. Zudem sei in einem Dorf ein Kontrollposten errichtet worden, was die Bewegungsfreiheit von Anwohnern und Landwirten einschränke.

Seit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 und der Machtübernahme durch islamistisch geführte Kämpfer hat Israel Truppen in eine von den Vereinten Nationen überwachte Pufferzone auf den Golanhöhen entsandt. Israel fordert eine entmilitarisierte Zone im Süden Syriens und hat seither hunderte Angriffe auf Ziele im Nachbarland geflogen.

Luftangriffe auf militärische Einrichtungen

Erst im vergangenen Monat hatte die israelische Armee Luftangriffe auf militärische Einrichtungen in der Provinz Suweida gemeldet. Diese seien eine Reaktion auf Angriffe gegen Drusen in Syrien gewesen. Damaskus warf dem Nachbarland eine "Eskalation" und Einmischung in innere Angelegenheiten vor.

Die Golanhöhen waren 1967 im Sechstagekrieg von Israel erobert und später annektiert worden. Anfang Januar hatten beide Seiten unter US-Vermittlung Gespräche über ein mögliches Sicherheitsabkommen aufgenommen.

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