1:3! Chelsea verlor am Sonntag das Premier-League-Heimspiel gegen Manchester City deutlich. Das Team von Pep Guardiola dominierte die erste Hälfte nach Belieben, erzielte drei Tore in nur 16 Minuten und hätte noch höher führen können. Im zweiten Durchgang beschränkten sich die Gäste auf das Nötigste, fingen sich in der Nachspielzeit das 1:3 ein.
Die Blues, bis kurz vor Weihnachten als möglicher Meisterkandidat gehandelt, versinken aktuell im Mittelmaß. Chelsea gewann nur eines seiner letzten sechs Premier-League-Matches, verlor hingegen vier davon. Vom zwischenzeitlichen Titelkandidaten rutschte der Klub ins Mittelfeld ab, ist aktuell nur mehr Achter und drei Punkte vor Arsenal, das sich nach dem schlechtesten Saisonstart der jüngeren Vereinsgeschichte mit drei Siegen en suite (inklusive 3:1 gegen Chelsea) empor arbeitet.
Nun graben Chelsea-Fans in den Geschichtsbüchern und sorgen sich um die Punkteausbeute unter Klub-Ikone Lampard. Der Engländer hat von allen Trainern in der Ära von Klub-Boss Roman Abramowitsch tatsächlich den schlechtesten Punkteschnitt. Diese Liste umfasst inklusive Lampard immerhin zwölf Coaches. In 55 Spielen holte er im Schnitt 1,67 Punkte, gewann nur knapp die Hälfte seiner Partien. An der Spitze liegt Avram Grant mit 2,31 Punkten pro Spiel aus 32 Partien und Jose Mourinho, der in seinen zwei Amtszeiten auf 212 Pflichtspiele und einen Schnitt von 2,19 Zählern kam.
Wie das Fachportal "The Athletic" berichtet, sei der Abschied von Lampard nur mehr eine Frage der Zeit. Die Verantwortlichen würden sich schon nach Alternativen umsehen, heißt es. Brisant: Lampard habe einen Teil der Kabine verloren. Intern sei es zu Reibereien mit Spielern gekommen.
Chelsea gab im Sommer mehr als 200 Millionen Euro für neue Spieler aus. Das erhöht den Druck zusätzlich.
Mit Thomas Tuchel kam zu Weihnachten zudem ein großer Name auf den Trainermarkt, der den Entscheidungsträgern an der Stamford Bridge einen zeitnahen Rauswurf des Engländers schmackhaft machen könnte. Der Deutsche wurde von PSG gefeuert, nachdem er das Star-Ensemble im Vorjahr zum Meistertitel und bis ins Champions-League-Finale geführt hatte (0:1 gegen Bayern).