Während andere beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans um Sekunden kämpfen, hat Ferdinand Habsburg heuer noch ein anderes Ziel vor Augen. Der österreichische Rennfahrer möchte mit jeder gefahrenen Runde Kindern in den ärmsten Regionen der Welt helfen.
Der Urenkel von Kaiser Karl I. geht am 13. und 14. Juni erneut beim traditionsreichen Langstreckenklassiker an den Start. Mit seiner Initiative "Race for Meals" verbindet er Motorsport mit sozialem Engagement. Unterstützer können jede von Habsburg absolvierte Runde mit 22 Euro fördern, jener Betrag, mit dem die Hilfsorganisation Mary’s Meals ein Kind ein ganzes Schuljahr lang mit Mahlzeiten versorgen kann.
Bereits im vergangenen Jahr zeigte die Aktion Wirkung. Dank der Kampagne konnten laut Angaben der Organisation 1.760 Kinder mit Schulmahlzeiten versorgt werden.
Für 2026 hat sich Habsburg noch mehr vorgenommen. Sein Ziel ist es, zusätzliche Kinder zu erreichen und drei Schulen in Malawi zu unterstützen. "Ich stehe voll und ganz hinter der Vision von Mary’s Meals und habe selbst gesehen, was diese Arbeit bewirken kann", erklärt der Rennfahrer. Er wolle seinen Bekanntheitsgrad nutzen, um Hoffnung zu geben und dazu beizutragen, dass Kinder nicht ständig um ihre nächste Mahlzeit bangen müssen.
Vor dem Start der Rennsaison reiste Habsburg nach Malawi, wo Mary’s Meals seit mehr als zwei Jahrzehnten Schulmahlzeiten verteilt. Dort besuchte er Schulen, die bereits von der letztjährigen Spendenaktion profitiert hatten.
Die Eindrücke vor Ort gingen ihm besonders nahe. "Ich saß mit Vierjährigen in einer Klasse und musste dabei an meinen Neffen denken", erzählt Habsburg. Besonders bewegt habe ihn die Erkenntnis, dass der Preis eines Frühstücks in Europa ausreichen könne, um einem Kind ein ganzes Schuljahr lang Essen zu ermöglichen.
In Malawi erhalten aktuell mehr als 1,3 Millionen Kinder an Schultagen eine Mahlzeit über das Programm von Mary’s Meals. Die Unterstützung gilt als wichtiger Beitrag in einem Land, in dem viele Familien weiterhin von Ernährungsunsicherheit betroffen sind.
Nun richtet sich der Blick nach Le Mans. Im Vorjahr absolvierte Habsburg 385 Runden auf der berühmten Rennstrecke. Ob er diese Marke heuer übertreffen kann, wird sich am Rennwochenende zeigen.