Kalifornien setzt Häftlinge als Feuerwehrleute ein

Die sogenannten "Engel in Orange" sind Häftlinge, die die Feuerwehrleute bei den verheerenden Bränden in Kalifornien unterstützen.
Bei den verheerenden Waldbränden in Kalifornien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 59 gestiegen. In der von den Flammen zerstörten Kleinstadt Paradise im Norden des US-Bundesstaates wurden die Leichen von acht weiteren Opfern gefunden, wie Sheriff Kory Honea am Mittwoch sagte. Damit stieg die Zahl der Opfer des sogenannten "Camp Fire" auf mindestens 56.

Bei einem anderen Waldbrand hunderte Kilometer weiter südlich in der Gegend um den Prominentenwohnort Malibu sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Die kalifornischen Behörden veröffentlichten am Mittwoch eine Liste mit 130 Vermissten. Die meisten von ihnen stammen aus Paradise.

Keine Gewaltverbrecher

Die Einsatzkräfte sind verzweifelt und körperlich am Ende. Deswegen kommt jede helfende Hand recht – und nun auch von ungewöhnlicher Seite. Kalifornien zieht Häftlinge aus den umliegenden Gefängnissen zusammen, die in einem Schnellkurs eine Feuerwehrausbildung absolviert haben. Sie löschen nun die Waldbrände.

Eingesetzt werden nur vertrauenswürdige Personen, keine Gewalttäter. Sie dürfen sogar ohne Aufseher ausrücken, rund 2.000 Mann stehen im Einsatz. Ihr Lohn? Ein Dollar pro Stunde, für jeden Tag zusätzlich zwei Dollar. Wer sich allerdings bei der Brandbekämpfung bewährt, hat die Chance, früher aus seiner Haft entlassen zu werden.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Hangover"-Giraffe überlebt

Übrigens: Die wohl bekannteste Giraffe Hollywoods überlebte die zerstörerischen Feuer in Kalifornien. In seiner Rolle im dritten Teil der "Hangover"-Reihe prallte Stanley die Giraffe mit dem Kopf gegen eine Highway-Brücke. Im echten Leben hatte er mehr Glück. Das Tier, welches ein Instagram-Konto mit knapp 50.000 Fans besitzt, lebt auf einer Ranch, die nur 15 Kilometer vom verbrannten Gottschalk-Anwesen liegt.

Sein Pfleger sagte zu "Bild": "Viele haben sich Sorgen gemacht, dass das Tier hier alleine gelassen worden ist. Aber ich bin bei Stanley und den anderen Tieren geblieben." Nur einige Kleintiere und Pferde wurden vorsorglich evakuiert. Die Besitzer der großen Farm hoffen nun, dass das Feuer ihre Farm weiterhin verschont und auch Stanley weiterhin für Fotos mit seinen Fans zur Verfügung steht. (red/20M/sda)

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