Ziel: täglich 10 Euro

Kampf ums Überleben – Wiener lebt von Pfandflaschen

Früh aufstehen, Müll durchwühlen, jeden Cent zählen – ein Wiener kämpft ums tägliche Überleben. Pfandflaschen bringen ihm ein wenig Geld.
Wien Heute
27.11.2025, 06:30
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Wenn andere noch schlafen, ist Vincent schon auf den Füßen, um Flaschen zu sammeln. Um fünf Uhr früh startet der Wiener seine Tour. Das Ziel: zehn Euro. Mehr braucht er nicht – oder besser gesagt: mehr kann er nicht erwarten. Für ihn gibt es keine Pfandringe wie in Linz oder Innsbruck, also greift er tief in die Mülltonnen, um an verwertbare Flaschen und Dosen zu kommen. "Das Geld brauche ich für Essen und Getränke", sagt der gebürtige Tscheche.

Pensionistin muss Pfandflaschen sammeln

In Linz läuft es etwas "zivilisierter". Dort sucht Pensionistin Margit im Volksgarten nach Pfandflaschen – immerhin vier Stück bringen einen Euro. Margit hat bis 65 gearbeitet, doch ihre Pension reicht gerade einmal, um über die Runden zu kommen. "Die Pfandflaschen helfen ein bisschen", erklärt sie. Mit Handschuhen nimmt sie nur, was oben auf den Müllhaufen liegt. Den Rest überlässt sie Menschen, die es noch schwerer haben – zum Beispiel Obdachlosen.

Pensionistin Margit in Linz.
ORF

ORF-Reportage zeigt Problematik

Die "Am Schauplatz"-Reportage "Pfandsammeln", die am 27. November um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON ausgestrahlt wird, zeigt diese stille Notlage mitten in den Städten Österreichs: Menschen, die für ein paar Euro den Müll durchsuchen – und damit den täglichen Kampf ums Überleben führen.

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