Kanada hat bei der geplanten Aufrüstung seiner U-Boot-Flotte einen deutschen Hersteller gewählt. Premierminister Mark Carney erklärte vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel in der Türkei, dass die Kieler Werft TKMS als "bevorzugter Lieferant" ausgewählt wurde.
Das Unternehmen soll zwölf U-Boote für das nordamerikanische Land bauen. TKMS sprach vom größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte.
Wie n-tv.de berichtet, begrüßte Bundeskanzler Friedrich Merz die Entscheidung. Vor dem Nato-Gipfel setzte die kanadische Regierung "ein starkes Zeichen der transatlantischen und europäischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie", erklärte Merz.
Neben dem Kauf der U-Boote laufen auch Gespräche über umfangreiche Gegengeschäfte als Teil eines Gesamtpakets. Der genaue finanzielle Umfang des Deals wurde noch nicht offiziell bestätigt, Medienberichten zufolge könnte er im zweistelligen Milliardenbereich liegen.
Der Auftrag ist ein großer Erfolg für die deutsche Rüstungsindustrie und stärkt die Partnerschaft zwischen den beiden Nato-Verbündeten.