Kann das Coronavirus über Tränen übertragen werden?

Die Tröpfchen- und die Schmierinfektion gelten als Hauptübertragungswege von Covid-19. Spielen auch andere Körperflüssigkeiten eine Rolle?

Eine Studie beschäftigt sich mit einem möglichen Übertragungsweg von Infektionen wie dem Coronavirus. Forscher aus Singapur analysierten, wie groß die Ansteckungsgefahr über Tränenflüssigkeit ist beziehungsweise ob überhaupt eine gegeben ist.

Als Hauptansteckungsweg für das neuentdeckte Coronavirus gilt die Tröpfcheninfektion, eine Infektion, die auf dem Austausch von Tröpfchen, die beim Husten, Niesen und Sprechen enstehen, stattfindet. Ein zweiter Infektionsweg ist die Schmierinfektion über die Schleimhäute.

Kein oder äußerst geringes Übertragungsrisiko

Forscher des National University Hospital in Singapur stellten nun weitere Körperflüssigkeiten ins Zentrum ihrer Untersuchungen. Von 17 Corona-Patienten sammelten sie ab dem Eintreten der ersten Symptome Tränenproben. Im Gegensatz zu den parallel dazu entnommen Proben aus dem Nasen- und Rachenraum waren die Tränen völlig frei vom Virus.

Wenn die Studie aufgrund ihrer geringen Größe auch nicht repräsentativ ist, scheint das Übertragungsrisiko über Tränen gering zu sein. Die Studie wurde in der Zeitschrift der American Academy of Ophthalmology publiziert.

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