Experte klärt jetzt auf

"Kann lebensbedrohlich sein" – diese Woche 35 Grad

Umweltmediziner Hans-Peter Hutter warnt vor Extremhitze, unsere Körper sind nicht vorbereitet auf die starke Erwärmung.

Newsdesk Heute
"Kann lebensbedrohlich sein" – diese Woche 35 Grad
Bauarbeiter: Besonders hohe Gefahr in den nächsten Tagen für alle Jobs im Freien.
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Extremhitze im Anflug. Am Freitag soll es bis zu 35 Grad heiß werden. Das sagt sogar die amtliche GeoSphere Austria oder ORF-Meteorologe Markus Wadsak.

Das Timing für diesen Hitzeschub wäre perfekt, am Tag zuvor - dem 20. Juni - beginnt der kalendarische Sommer, es ist der längste Tag des Jahres.

"Die Anpassungszeit ist sehr kurz, also ist der Effekt stärker."

Die Hitze kommt den Freibädern wie gerufen. Sie haben seit vielen Wochen offen – alleine die Kunden blieben bis jetzt aus.

Abkühlung ist, was unser Körper bei der Hitze-Belastung braucht. Sonst kann es gefährlich für uns werden. Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner an der meduni Wien: "Eine Gefahr ist, dass die Umstellung so schnell kommt. Die Anpassungszeit ist sehr kurz, also ist der Effekt stärker."

Wie schlimm es den Einzelnen trifft, hängt von vielen Faktoren ab, so der renommierte Experte: "Die Fitness, etwaige Vorerkrankungen und das Alter", sind beim Menschen wichtig. Aber auch die äußeren Einflüsse bestimmen das Leiden: "Sonneneinstrahlung, Wind, Feuchtigkeit und natürlich auch Temperatur."

"Kollaps bis Hitzschlag"

Mediziner Hutter warnt: "Im schlimmsten Fall führt es zu akuten Problemen: vom Kollaps bis zum Hitzschlag, das kann lebensbedrohlich sein."

Das ist das Resultat, wenn sich im Inneren und Äußeren des Körpers extreme Hitze aufbaut: "Die Kerntemperatur des Körpers kann bis auf über 40 Grad steigen." Typisch: An heißen Tagen steigt die Zahl der Rettungseinsätze um mehr als 20 Prozent.

Warnsignal: Alarm bei diesen Symptomen

Achtung: "Häufig werden Frühsymptome ignoriert. Die werden oft unterschätzt." Die Symptome: Kopfschmerzen, Übelkeit, das Herz pumpt schneller, die Haut wird heiß, rot und sehr trocken. Hutter: "Das geschieht, wenn der Organismus die Wärme nicht mehr nach außen abgeben kann. Das kann jedem passieren."

Mediziner fordert Schutzmaßnahmen für alle

Das Risiko ist bei starker körperlicher Anstrengung besonders hoch. " Also zum Beispiel auf Baustellen: Bei 32,5 Grad dürfen Bauarbeiter entweder nach Hause, oder man muss dafür sorgen, dass sie sich abkühlen können." Dann muss es genügend Schatten, Getränke und kühle Räume geben.

Der Sozialmediziner fordert: "Es sollte Schutzmaßnahmen für alle – egal in welchen Jobs – geben. Auch in Schulen."

Sein Rat für die kommenden Tage: Alles ruhiger angehen, der Organismus ist nicht vorbereitet auf diesen Stress, man darf das nicht unterschätzen!“

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    Auf den Punkt gebracht

    • Umweltmediziner Hans-Peter Hutter warnt vor der bevorstehenden Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 35 Grad und betont, dass der Körper nicht ausreichend auf eine solche Extremhitze vorbereitet ist
    • Er warnt vor den Gefahren eines Hitzschlags und fordert Schutzmaßnahmen für alle, insbesondere für Menschen, die körperlich arbeiten
    • Hutter betont, dass es wichtig ist, die Symptome ernst zu nehmen und sich vor der Hitze zu schützen
    red
    Akt.