"Das kanns ja ned sein, heast, ramts weg die Sautrotteln" – ein Wiener Autofahrer sah am Mittwochmorgen am Karlsplatz im Angesicht von neonorangen Warnwesten rot. Klima-Kleber der Letzten Generation hatten ab 9 Uhr den Kreuzungsbereich mit der Kärntner Straße dicht gemacht. Zeitgleich kam es auch zu Blockaden am Josef-Holaubek-Platz und dem Währinger Gürtel. "Heute" berichtete:
Auf dem Karlsplatz entlud sich der Zorn der im Verkehrskollaps gefangenen Autofahrer aber nicht nur an den Aktivisten, sondern auch an der angerückten Polizei. Die musste sich einiges anhören, besonders von einem Seelenverwandten der Kultfigur "Mundl". "Das kanns ja ned sein, heast, ramts weg die Sautrotteln", schimpfte der Mann gegen die Polizisten los, die Aufstellung bezogen hatten, um die Blockade-Linie der Letzten Generation abzusichern.
"Ned nur da stehen und schauen. Wollts erna jetzt zuschauen da zwei Stunden?", fragte der Wut-Wiener lautstark und lüftete sich fassungslos sein Schieberkapperl. "Na es seids wirklich Weltmasta!", schob er nach, eher er grantelnd mit Tschick in der Hand davonstapfte. Weiter hinten im Stau glomm seine Wut weiter, auch ein mitfilmender Augenzeuge bekam noch ein "Oaschloch" an den Kopf geworfen.
Die Polizisten mussten angesichts des Wutausbruch sichtlich schmunzeln, wie auf einem Video von vor Ort zu sehen ist. Immerhin hatten die Einsatzkräfte aber schon ab 9.15 Uhr mit der Ablösung der Klima-Kleber vom Asphalt begonnen.
Seit Wochenbeginn zog die Letzte Generation mit zahlreichen Aktionen in der Hauptstadt den Unmut der Bevölkerung auf sich. Neben Blockaden auf der A23 am Montag blockierten die Klima-Kleber auch die Ringstraße vor dem Parlament.
Am Dienstag offenbarte die "Letzte Generation" ihre neue Taktik: Nachdem die Wiener Polizei die Aktivisten aufgefordert hatte, die Straße zu räumen, verschwanden die Klima-Kleber. Kurze Zeit später kam es dann erneut zu einem Verkehrs-Boykott. Mehr zum bizarren Katz-und-Maus-Spiel hier: