Islam, Asyl: Kurz im BILD-Talk mit knallharten Ansagen

Bundeskanzler Sebastian Kurz im BILD-Talk.
Bundeskanzler Sebastian Kurz im BILD-Talk.Screenshot/ BILD
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich in einem BILD-Interview zu den Themen Asyl, Migration, Islamismus und Integration geäußert.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) war zu Gast im BILD-Talk "Die richtigen Fragen" und nahm sich dabei kein Blatt vor den Mund. Österreichs Regierungschef redete Klartext und sprach über seine Sorgen bei Migration und Integration, den Fanatismus der Taliban, Asyl und die Gewaltkriminalität.

Und auch die Kanzlerfrage war in dem Interview ein Thema. Und dabei stellte Kurz unmissverständlich klar, dass er auch bei einer Anklageerhebung gegen ihn nicht zurücktreten will. Auf die Frage, ob ein Angeklagter Bundeskanzler sein könne, antwortete der 34-Jährige: "Ja, selbstverständlich".

Mit 40 Jahren noch Kanzler?

Kurz argumentierte, dass bei solchen Anklagen "nie etwas dran" gewesen sei und sie hätten sich "alle als falsch herausgestellt". Er wisse, was er getan habe und was nicht. "Ich habe definitiv immer vorsätzlich die Wahrheit gesagt", so der VP-Chef im BILD-Talk.

Angesprochen darauf, ob er auch mit 40 Jahren noch Bundeskanzler sein werde, antwortete Kurz: "Ich fühle mich derzeit sehr wohl in der Politik. Ich glaube, dass ich einen Beitrag leisten kann."

Zum Abzug aus Afghanistan hat Kurz eine klare Meinung: "Ganz persönlich mache ich mir Sorgen, dass die Truppen abgezogen sind. Wir sind aber ein kleines Land, haben militärisch nicht dieselben Möglichkeiten wie andere, deswegen möchte ich keine Ratschläge erteilen", so der bald 35-Jährige im BILD-Talk.

"Ich will diese kranke Ideologie nicht in Europa"

Beim Thema Fanatismus der Taliban stellte der Regierungschef dann klar: "Ich möchte genau diese kranke Ideologie nicht nach Europa importieren. Wir werden sicherlich weiter nach Afghanistan abschieben. Die Probleme Afghanistans können wir nicht dadurch lösen, dass Deutschland und Österreich wie 2015 massenhaft Menschen aufnehmen."

Man müsse die Situation "vor Ort verbessern". Kurz im BILD-Interview: "Wenn Menschen fliehen müssen, dann halte ich Nachbarstaaten, die Türkei oder sichere Teile Afghanistans, definitiv für den richtigeren Ort, als dass die Menschen alle nach Deutschland, Österreich oder Schweden kommen."

Im Gespräch mit der BILD äußerte sich Kurz auch zum Thema Asyl und dazu sagte der Kanzler: "Das Asylrecht war immer als Individualrecht gedacht, wenn jemand politisch oder aus religiösen Gründen verfolgt wurde. Es war nie so gedacht, dass ganze Länder oder Regionen sich auf den Weg machen, sich dann in Europa ein Land aussuchen und sagen: Ich möchte genau nach Deutschland. Das war nie im Sinne des Erfinders."

Zum Thema Islamismus führte Kurz in der BILD aus: "Es hat sich mittlerweile überall herumgesprochen, dass diese massiven Migrationsbewegungen von Menschen aus ganz anderen Kulturkreisen, die teilweise schlecht oder gar nicht ausgebildet sind, zu massiven Problemen in Europa geführt haben. Schauen Sie sich die Sicherheitssituation in einigen französischen Vorstädten an, was wir in Belgien und in anderen Ländern immer wieder erleben mussten und auch in Österreich."

"Man darf nie alle über einen Kamm scheren"

Beim Thema Gewaltkriminalität ging Österreichs Kanzler auf den Fall der ermordeten Leonie ein: "Vor Kurzem haben mehrere junge afghanische Männer ein 13-jähriges Mädchen unter Drogen gesetzt, vergewaltigt, ermordet und dann wie eine Sache abgelegt. Man darf nie den Fehler machen, alle über einen Kamm zu scheren", so Kurz in der BILD.

Und weiter: "Aber es stimmt, dass wir mit vielen, die aus Afghanistan, Tschetschenien und anderen Teilen der Welt gekommen sind, aus ganz anderen Systemen und Kulturkreisen, massive Probleme haben."

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