Kanzler Kurz sagt, was die Alternative zu Lockdowns ist

Sebastian Kurz
Sebastian KurzPicturedesk
Bis 6. Dezember ist Österreichs Handel eingefroren. Jetzt erklärt Kurz, wie wir einen neuen Lockdown verhindern können und bittet um Unterstützung.

Die Regierung will ab 5. Dezember, also kurz vor dem geplanten Ende des Lockdowns, mit Massentests in der Bevölkerung starten. Via Twitter appellierte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag an alle Bürger, dieses Projekt zu unterstützen – und sich daran zu beteiligen.

"Diese Massentests sind bis zur Impfung eine große Chance für Österreich, den Weg zur Normalität zurückzufinden", schreibt der Kanzler. Damit könne man schnell eine hohe Zahl an infizierten Personen lokalisieren und Infektionsketten durchbrechen. "Massentests waren bisher nicht möglich, sind aber jetzt eine Alternative zu Lockdowns".

"In ganz Europa gibt es mittlerweile die zweite Welle sowie Lockdowns oder lockdownähnliche Zustände. Mit den Massentests eröffnen wir im Kampf gegen die Pandemie ein neues Kapitel und wollen damit den Menschen ein Weihnachtsfest im engen Familienkreis ermöglichen", erklärt Kurz sein Ziel für heuer.

Kanzler Kurz bei einer Videokonferenz mit Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten
Kanzler Kurz bei einer Videokonferenz mit Vertretern der EU-MitgliedsstaatenTwitter/Sebastian Kurz

So laufen Massentests ab

Die Zielgruppen und Zeitplan für erste Massentests in Österreich sind bereits fixiert. Am 5. Dezember wird mit Pädagogen gestartet, dann folgt die Polizei.

Zur Anwendung kommen AntiGen-Schnelltests der Firmen Roche und Siemens. Im ersten Pilotdurchgang werden Pädagogen und Pädagoginnen ab 5. und 6. Dezember getestet. Diese Testreihe umfasst rund 200.000 Personen in ganz Österreich.

Im zweiten Pilotdurchgang am 7., 8. und 9. Dezember werden rund 40.000 Polizisten getestet. Im dritten Pilotdurchgang stehen Gemeinden mit hoher Inzidenz in der ersten Dezemberwoche am Programm. Durchgeführt werden die Testungen über Teststationen in den jeweiligen Gemeinden.

Das gesamte Pflegepersonal an Kliniken und in Alten- und Pflegeheimen muss jetzt schon wöchentlich getestet werden. Davon sind gewisse Berufe der Sozialen Dienste nicht umfasst, wie z.B. Essen auf Rädern. Die sollen im ersten Pilotdurchgang um diese Gruppen erweitert werden.

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