Kanzler Kurz unantastbar, aber SPÖ holt jetzt auf

Darf weiter auf einen komfortablen Vorsprung bauen: Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP),
Darf weiter auf einen komfortablen Vorsprung bauen: Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP),picturedesk.com
Der Wahlerfolg der SPÖ in Wien beflügelt die Partei auch im Bund. In der Kanzlerfrage aber verliert SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner den Anschluss.

Es war zu erwarten: Durch den Wahlsieg der Wiener SPÖ unter Bürgermeister Michael Ludwig in der Bundeshauptstadt kann offenbar auch die Bundes-SPÖ unter Chefin Pamela Rendi-Wagner profitieren. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die neue Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" durchgeführten Umfrage gewinnt die SPÖ auf Bundesebene gleich zwei Prozent und damit den höchsten Wert aller Parteien hinzu.

Während die SPÖ nun bei 22 Prozent hält, ist auch die ÖVP mit Chef und Kanzler Sebastian Kurz im Aufwind und kommt mit einem Plus von einem Prozent nun auf 40 Prozent. Wobei die "Marke" Kurz auch bei der Kanzlerfrage zieht: 40 Prozent würden Kurz aktuell zum Kanzler wählen, das sind um vier Prozent mehr als zuvor. Während es für die Bundes-SPÖ bergauf geht, verliert die SPÖ-Chefin aber auf Kurz an Boden: Elf Prozent würden Rendi Wagner zur Kanzlerin machen, ein Minus von zwei Prozent.

Kopf-an-Kopf-Rennen Grün gegen Blau

Hinter Kurz und Rendi-Wagner gibt es nur noch einstellige Kanzler-Werte: FPÖ-Chef Norbert Hofer verliert ein Prozent und hält bei acht Prozent, Grünen-Chef Werner Kogler büßt gleich zwei Prozent auf nun sechs Prozent ein und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger bleibt unverändert auf fünf Prozent. Kurios sind die weiteren Veränderungen bei den Parteien: Die Grünen verlieren trotz starkem Wien-Wahlergebnis um drei Prozent und kommen auf 13 Prozent.

Ebenfalls bei 13 Prozent mit einem Minus von drei Prozent findet sich die FPÖ, die zwar ebenso Zuspruch einbüßt, aber bei weitem nicht so dramatisch wie bei der Wien-Wahl. Zulegen können um ein Prozent die NEOS, sie kommen nun auf neun Prozent. In Wien hat außerdem eine rot-grüne Koalition (29 Prozent) den größten Zuspruch, doch auch rot-türkis (26 Prozent) und rot-pink (23 Prozent) sind in Lauerstellung. Und: Dass die Coronazahlen steigen, sei die Schuld der Bevölkerung (61 Prozent) und nicht der Regierung (19 Prozent) oder der Bundesländer (5 Prozent).

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