Eine massive Teuerungswelle, der Krieg in der Ukraine und die Pandemie– die Amtszeit von Karl Nehammer als Bundeskanzler ist alles andere als entspannt. In den turbulenten Zeiten appelliert der Regierungschef nun in einer Rede an seine Parteifreunde weiterzuarbeiten und Antworten auf die Probleme und Herausforderungen im Land zu finden.
"Seit die türkis-grüne Bundesregierung 2020 ihre Arbeit begonnen hat, sind wir mit zahlreichen, globalen Krisen konfrontiert. Von der Corona-Pandemie über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine bis hin zur Teuerung, die für viele Menschen eine schwere Belastung ist", sagt Nehammer 1.000 Personen am Parteitag der niederösterreichischen ÖVP.
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Zusätzlich zur Bewältigung der vorhandenen Krisen müssen auch noch wichtige Punkte abgearbeitet werden, auf die man sich im Regierungsprogrammgemeinsam mit dem Koalitionspartner geeinigt hätte, führte der Kanzler in St. Pölten aus. Zuletzt habe man aber bereits große Erfolge erzielen können.
Das Wirtschaftswachstum sei trotz der Krise stark und auch die Arbeitslosigkeitist auf dem niedrigsten Niveau seit 2008. Zudem habe man eine Steuerreform auf den Weg gebracht, "mit der wir die Menschen in unserem Land um 18 Mrd. Euro entlasten. Fast schon nebenbei haben zwei Anti-Teuerungs-Pakete im Wert von insgesamt 4 Mrd. Euro geschnürt, mit denen wir insbesondere Menschen mit geringem Einkommen helfen, die Teuerung abzufedern." sagte der Kanzler.
Grund zur Entspannung sind diese Maßnahmen und Erfolge für Nehammer freilich nicht: "Wir dürfen uns niemals auf unseren Erfolgen ausruhen. Wir geben alles für die Menschen in unserem Land". Um weitere Erfolge zu sammeln und für die Menschen im Land zu arbeiten, müsse man sich auf starke Unterstützung in den Bundesländern verlassen. Die niederösterreichische Landeshauptfrau Mikl-Leitner nannte er daher eine "zuverlässige, kompetente und erfahrene Politikerin", bei der er froh sei, sie "als Partnerin an seiner Seite zu haben".