Kanzler zeigte bei Neugebauer-Abschied Farbe

Bild: Daniel Schaler

Macht macht: Wenige Stunden vor seiner Wahl zum Vorsitzenden der Beamtengewerkschaft erhält Norbert Schnedl die Zusage des Regierungschefs, "die Zahl der Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst kommendes Jahr aufzustocken". Nächstes Ziel Schnedls: 3,5-Tage-Woche.

Macht macht: Wenige Stunden vor seiner Wahl zum Vorsitzenden der Beamtengewerkschaft erhält Norbert Schnedl die Zusage des Regierungschefs, "die Zahl der Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst kommendes Jahr aufzustocken". Nächstes Ziel Schnedls: 3,5-Tage-Woche.
Fast 700 Delegierte haben gestern in Wien den Nachfolger von Fritz Neugebauer an der Spitze der 240.000 Mitglieder starken Beamtengewerkschaft (GÖD) gewählt. Das Wahlergebnis wird zwar erst heute bekannt gegeben, aber nachdem Norbert Schnedl (56) am Vortag von 99 % der GÖD-dominierenden VP-Fraktion Christlicher Gewerkschafter vorgeschlagen wurde, ist seine Bestellung nur noch Formsache. Bemerkenswert: In seiner Dankesrede bekräftigte der ehemalige Gendarm die GÖD-Forderung nach mehr Personal im Staatsdienst.

Insbesondere die Flüchtlingskrise habe zu einer Mehrbelastung geführt. Eine Studie (aus 2008) belege, dass der Anteil an der Gesamtbeschäftigten in Österreich nur 10,7 % betrage, im OECDSchnitt 15%. Neben Finanzminister Schelling (VP) war gestern auch Kanzler Christian Kern (SP) zugegen. Er sicherte zu, die Zahl der derzeit 350.000 Beamten, "die Repräsentanten der Republik, Rückgrat des Gemeinwesens", aufzustocken.

Im Gegenzug könnte Schnedl die SPÖ in der Auseinandersetzung mit der ÖVP um eine Arbeitszeitflexibilisierung unterstützen: Arbeitnehmer könnten davon in Form von 3,5 Tage-Wochen profitieren, so Schnedl.

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