Fussball

Kapitän Dibon deckt Rapid-Fehler schonungslos auf

Der Kapitän spricht Klartext. Christopher Dibon deckt schonungslos die Rapid-Baustellen auf, nimmt sich kein Blatt vor den Mund. 
Heute Redaktion
19.05.2023, 22:06
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Es ist das letzte Jahr bei den Hütteldorfern. Dibon, der 2014 fix von Salzburg zu den Grün-Weißen wechselte, sich mittlerweile zum Kapitän hocharbeitete, muss Rapid im Sommer verlassen. Sein Vertrag läuft aus. Und das, obwohl Dibon die meiste Zeit zwar fit war, es aber nur auf zwei Bundesliga-Einsätze im Oktober 2022 brachte, insgesamt drei Pflichtspiele für die Hütteldorfer absolvierte. 

"Ich bin noch mega ehrgeizig, hätte gerne mehr Einsätze angestrebt", wurde der 32-Jährige gegenüber dem "Kurier" deutlich. Auch am Sonntag gegen den LASK wird es wohl ein Tribünenplatz für Dibon, geht es gegen seinen langjährigen Förderer Didi Kühbauer, der ihn jung zum Admira-Kapitän machte, auch bei Rapid auf ihn setzte. "Wir sagen ganz klar unsere Meinung. Die muss nicht immer richtig sein, aber wir sind jedenfalls ehrlich", unterstrich der Abwehrspieler die Gemeinsamkeiten zum jetzigen LASK-Betreuer. 

"Kein Stamm, zu oft nicht gut genug"

Ebenso schonungslos analysierte der 32-Jährige nun auch die Problemzonen der Hütteldorfer. "Es hat sich nie ein Stamm herauskristallisiert. Der große Kader ohne Europacup-Gruppenphase war da sicher kein Vorteil. Wir haben zu wenige Punkte und waren zu oft einfach nicht gut genug", erklärte der eigentliche Rapid-Kapitän. "Wenn du in dieser Pressing-Liga andere Lösungen willst, musst du spielerisch auch mutig sein. Vielleicht haben wir zu viel auf mögliche Punktegewinne geschielt und zu wenig das durchgezogen, was wir in der langen Vorbereitung eingeübt hatten", blickte Dibon nun zurück. Deshalb forderte er auch: "Es braucht eine schonungslose Analyse. Nur diese Ehrlichkeit kann uns wieder nach oben bringen." 

Dibon plant Karriere nach der Karriere

Gut möglich, dass der Innenverteidiger selbst ein Teil des grün-weißen "Neuaufbaus" sein kann. Es laufen bereits Gespräche mit Vorstand Steffen Hofmann über die Dibon-Zukunft. Nicht mehr als Spieler. "Ich bin in gutem Austausch mit ihm, was meine Zukunft betrifft", so der 32-Jährige. Allerdings werde er nicht als Trainer arbeiten, das Sportmanagement reizt ihn hingegen viel mehr. Um dies auch zu studieren, holt der 32-Jährige gerade seine Matura nach. 

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