"Hochgradig peinlich"

Kapitän zerlegt nach Blamage im DFB-Pokal eigenes Team

2:5 gegen einen Regionalligisten, Aus in Runde eins: Heidenheim erlebt im DFB-Pokal ein Debakel. Kapitän Patrick Mainka platzt danach der Kragen.
Sport Heute
23.08.2026, 18:07
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Damit hatte wohl niemand gerechnet. Der Österreicher Mathias Honsak ist mit Bundesliga-Absteiger Heidenheim in der ersten Runde des DFB-Pokals sensationell an Regionalligist Jeddeloh II gescheitert. Und das nicht knapp: Der Favorit kassierte beim 2:5 gleich fünf Gegentreffer und verabschiedete sich mit einer heftigen Blamage aus dem Bewerb.

Dabei schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Heidenheim ging mit 1:0 in Führung, verlor danach aber völlig den Faden. Jeddeloh drehte auf, zerlegte die Defensive des Zweitligisten und sorgte für die erste große Pokal-Sensation der Saison.

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Kapitän Patrick Mainka versuchte nach dem Schlusspfiff gar nicht erst, das Debakel schönzureden.

"Als wenn es Kinderfußball wäre"

"Das ist schon fast eine Zäsur. Das ist hochgradig peinlich, wie wir hier aufgetreten sind, nachdem das Spiel mit dem 1:0 eigentlich in unsere Richtung gelaufen ist. Wir haben durch ganz einfache Sachen den Gegner wieder stark gemacht", schimpfte er bei "Sky".

Besonders mit der fehlenden Ordnung seiner Mannschaft ging Mainka hart ins Gericht. "Wir verlieren einfach die komplette Ordnung. Wir spielen ja ohne Struktur, wir spielen gefühlt drauflos. Als wenn es Kinderfußball wäre – bei allem Respekt vor dem Kinderfußball."

Der 31-Jährige legte nach: "Das ist ohne jegliche Organisation. Das ist nicht eine Stellschraube, sondern eine ganz große. Das sind ganz banale Sachen, an denen wir arbeiten müssen."

Die Pokal-Blamage ist dabei nicht der erste defensive Warnschuss. Schon an den ersten beiden Spieltagen der 2. Bundesliga hatte Heidenheim zunächst drei und anschließend sogar vier Gegentreffer kassiert.

"Es sieht aus, als wären wir elf Einzelteile"

Trainer Frank Schmidt wollte Mainka für die Probleme allerdings nicht verantwortlich machen. Vielmehr nahm er sich und seine Mitspieler in die Pflicht. "Das sind keine Sachen, die mit dem Trainer zu tun haben. Das sind individuelle Sachen, die wir natürlich als Mannschaft irgendwo auffangen müssen", stellte der Kapitän klar.

Sein vernichtendes Fazit: "Es sieht aus, als wären wir elf Einzelteile. Das sieht von außen ganz, ganz schlimm aus." Auch am verdienten Weiterkommen des Außenseiters ließ Mainka keinen Zweifel: "Am Ende stehe ich hier und muss traurigerweise sagen, dass diese Niederlage absolut verdient ist."

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