Kardinal Schönborn dankt den Pflegenden

Kardinal Christoph Schönborn
Kardinal Christoph SchönbornBild: Helmut Graf
Am internationalen Tag der Pflegenden erinnerten wir uns an Pionierin Florence Nightingale und gedachten der überlasteten Pflegekräfte in Spitälern. 

Am Donnerstag war der Internationale Tag der Pflegenden. Er erinnert an Florence Nightingale, die am 12. Mai 1820 geboren wurde. Die gläubige Christin setzte sich mit allen Kräften für Kranke und Kriegsverwundete ein. Sie gilt als Pionierin der modernen Krankenpflege. In Österreich arbeiten ungefähr 127.000 Pflegekräfte in Krankenhäusern, in Pflegeheimen oder im privaten Bereich. Dazu: die riesige Zahl pflegender Angehöriger.

Es ist kein Geheimnis: Die Arbeitsbelastung ist durch die Corona-Pandemie enorm gestiegen, besonders in Krankenhäusern. Die meisten Pflegenden arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Viel zu wenig Personal. Pausenlos im Einsatz. Ständig Schutzausrüstung tragen. Auf einigen Stationen sind mehr als die Hälfte der Patienten gestorben. Keine Zeit, darüber zu sprechen. Die Pandemie hinterlässt Spuren, seelisch und körperlich. Kein Wunder, dass fast die Hälfte darüber nachdenkt, auszusteigen. Was alle wünschen: Mehr Anerkennung! Mehr Personal! Mehr Unterstützung durch uns alle!

Schon Florence Nightingale hat gezeigt: Die Versorgung Kranker ist ein unersetzbarer Dienst am Menschen. Es braucht eine neue Wertschätzung der Pflegeberufe. Sonst stirbt die Pflege.

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