Kardinal Schönborn über die Ferienstimmung

Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.
Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.Helmut Graf
Die Sommerferien in Corona-Zeiten sind durchzogen von Ungewissheit. Kardinal Schönborn gedenkt all jenen, die heuer keinen Urlaub genießen können.

Lange ist es her, und doch kann ich mich genau daran erinnern: die Ferienstimmung! Schulschluss, Zeugnis und ab in die Ferien! Und das beruhigende Wissen: zwei Monate schulfrei! So kann ich mir ein wenig vorstellen, wie es Schulkindern in diesen Wochen geht. Die Zeiten haben sich freilich geändert. Wir haben alle die schwierigen und langen Corona-Monate hinter uns. Wie fühlen sich Ferien an nach all den Lockdown-Maßnahmen? Wieder reisen können. Keine Besuchsbeschränkungen. "Normalität" genießen.

Das Virus macht keinen Urlaub

Eines haben die Ferien von damals mit den Ferien von heute gemeinsam: die Ungewissheit! Ein verregneter Campingurlaub, eine heftige Sommergrippe, ein Unfall können Pläne durchkreuzen. Dazu kommt nach wie vor das Coronavirus. Es macht keinen Urlaub. Gelingt es, gelassen mit dem Unplanbaren umzugehen? Mir hilft es, bewusst an die vielen Menschen zu denken, die keinen Urlaub genießen können, obwohl sie es mindestens so sehr verdient hätten wie ich. Ich nehme mir vor, über Unerwartetes in meinen Ferien nicht zu klagen, sondern es zu nehmen, wie es kommt. Denn ich habe Grund genug, dankbar zu sein. So wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sommer – und etwas Erholung!

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