Kardinal Schönborn wünscht sich Geduld und Zusammenhalt

Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien.
Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien.(Bild: Helmut Graf)
Antworten von Kardinal Schönborn, der sich heute zuversichtlich zeigt und Wissenschaftlern und Politikern einen Dank ausspricht. 

Die Krise dauert an. Im Sommer sah es schon ein wenig nach neuer Freiheit aus. Jetzt die Ernüchterung. Steigende Zahlen, Reisewarnungen, wieder eine Welle von Absagen, selbst die Bälle, der Opernball, Entlassungen, Kündigungen. Wie wird das erst im kälteren Herbst, im Winter?

Eines Tages blicken wir auf Corona zurück

Die Krise bringt viele an die Grenze der Belastbarkeit, seelisch, wirtschaftlich, menschlich, nicht nur bei uns, weltweit. Ist wirklich Licht am Ende des Tunnels? Manchmal bin ich versucht, daran zu zweifeln. Eines stimmt mich trotzdem zuversichtlich. Es wird der Tag kommen, an dem wir auf diese Pandemie zurückblicken werden wie auf eine hinter uns liegende Naturkatastrophe.

Wir wissen immer noch nicht, wann das sein wird. Doch bis dahin gilt es, mit Geduld, gegenseitiger Rücksichtnahme und Zusammenhalt alles uns Mögliche zu tun, dass dieser Tag bald kommen kann. Dankbar dürfen wir den Wissenschaftlern sein, die weltweit an Impfstoffen und Behandlungen forschen. Danken möchte ich auch den politisch Verantwortlichen. Sie stehen unter enormem Druck. Kritisieren ist leichter als richtig entscheiden. Und letztlich vertraue ich auf Gott. Er ist die letzte Sicherheit.

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