Kärnten ist Heta-Haftungen endlich los

Bild: gernot gleiss

Der Kärntner Ausgleichszahlungsfonds gab am Montag bekannt, dass das Angebot von Bund und Land an die Hypo-Gläubiger zu nahezu 99 Prozent angenommen wurde. Damit ist Kärnten elf Mrd. Euro an Haftungen los.

Bei den Gläubigern handelt es sich größtenteils um Versicherungen und Banken, deren Aktionäre zuletzt Druck ausübten, das Angebot anzunehmen. Denn im Falle eines Konkurses des Landes Kärnten wäre nur noch ein Bruchteil des jetzt erzielbaren Erlöses möglich gewesen.

Damit das Angebot rechtswirksam werden kann, war die Zustimmung von zwei Drittel der Gläubiger notwendig, die notwendige Annahmequote bei den nachrangigen Gläubigern betrug 25 Prozent.

Die Gläubiger bekommen zwischen 75 und 90 Prozent ihrer Forderungen abgegolten - je nachdem, ob sie eine Barauszahlung annehmen oder die Erlöse längerfristig in staatliche Papiere stecken. Die Nachranggläubiger bekommen zwischen 30 und 45 Prozent ihrer Forderungen. Das Land Kärnten ist bei Gelingen des Anleihenrückkaufs die Haftungen für die ehemalige Hypo in Höhe von elf Millionen Euro los, immerhin vier Jahresbudgets des Landes.

Damit der Deal mit den Anleihe-Gläubigern der ehemaligen Hypo Alpe-Adria Bank rechtswirksam wird, muss die Angebotsannahme noch gerichtlich beurkundet werden.

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