"Ein Witz" und "eine Sauerei"

Kater "Schmotzer" getötet – Empörung nach Freisprüchen

Vier Männer mussten sich für die Tötung eines Katers vor Gericht verantworten. Am Ende gab es Freisprüche. Tierschützer sind wütend.
Newsdesk Heute
04.08.2026, 15:32
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Es war ein Fall, der auch über die Grenzen Österreichs hinaus für Entsetzen sorgte: Vier Männer sollen Ende April in Brixen im Thale den Kater "Schmotzer" mit einem Bolzenschussgerät und einer Schaufel getötet haben. Einer von ihnen hatte die Szenen gefilmt – dies brachte die Männer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren vor Gericht.

Die Verhandlung vor dem Innsbrucker Landesgericht endete am Dienstagvormittag mit einem überraschenden Urteil – alle Angeklagten wurden freigesprochen. Laut dem Urteil hätten die Männer das bereits zuvor angefahrene Tier lediglich "erlösen" wollen. Dass der jüngste Beschuldigte die Tat filmte und dabei gelacht haben soll, erklärte sein Verteidiger mit jugendlichem Fehlverhalten, welches seinem Mandanten leidtue.

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Einladung für Tierquäler

Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtete, verließen die Männer das Gericht nach dem Prozess durch die Hintertür – wohl die richtige Entscheidung. Vor dem Gebäude hatten sich nämlich Tierschützer versammelt, die für "Schmotzer" eine Mahnwache abhielten. Ziel war es, für jene zu sprechen, die dies nicht selbst tun können.

Die Menschen forderten "Harte Strafen für Tierquäler" und Gerechtigkeit für den getöteten Kater. Nach den Freisprüchen machte sich eine empörte Stimmung breit. Die Enttäuschung sei "riesig". Eine der Organisatorinnen der Demo sprach gegenüber der "TT" von einem Wahnsinns-Urteil. Es sei "ein Witz" und "eine Sauerei". Die Freisprüche würden Tierquälern zeigen, dass sie in Österreich keine Konsequenzen fürchten müssen.

Entmutigen lassen möchte sich die Frau aber nicht. Sie werde nun weitere Demonstrationen organisieren. "Jetzt erst recht", lautet ihre Einstellung. Auch ihre Mitstreiter zeigten sich von dem Urteil empört. Laut dem Bericht soll es zu wütenden Buhrufen gekommen sein.

Tierschützerin will nach Brüssel radeln

Eine andere Organisatorin versuchte, die Menschen zu beruhigen. Die Frau erklärte, dass auch sie wütend sei, aber eine Eskalation würde niemandem helfen. Dann heißt es wieder, die ,aggressiven Tierschützer’“, so die Tierrechtsaktivistin.

Auch sie wolle sich weiter für Tiere einsetzen. Bereits im nächsten Jahr wolle die Frau gemeinsam mit einer Gruppe nach Brüssel radeln. Auch wenn man damit nur eine Person erreiche, sei bereits "viel passiert".

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 07.08.2026, 07:24, 04.08.2026, 15:32
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