Karl Lagerfeld (†85) starb 2019 im Alter von 85 Jahren und hinterließ ein gewaltiges Vermächtnis. In seinem Testament setzte er sieben enge Vertraute als Erben ein.
Darunter auch Françoise Caçote, die als Bezugsperson seiner berühmten Katze Choupette gilt. Familienangehörige wie Nichten und Neffen bedachte Lagerfeld ausdrücklich nicht.
Über seine Familie sagte der Designer in einem Interview mit der "New York Times" im Jahr 2015: "Ich habe keine Familie (...). Ich habe eine Schwester in Amerika, die ich seit 40 Jahren nicht gesehen habe. Ihre Kinder haben mir nie eine Weihnachtskarte geschickt."
Laut "Bunte" wurden die noch lebenden Nichten und Neffen des Designers, die im Testament nicht bedacht wurden, kürzlich kontaktiert. Das geschah im Auftrag von Christian Boisson, dem monegassischen Testamentsvollstrecker.
In dem Schreiben an die Verwandten heißt es deutlich: "Die Auslegung dieses Testaments wird jedoch angefochten. Derzeit sind die Rechte der Erben daher ungewiss."
Damit steht plötzlich im Raum, dass Lagerfelds gesetzliche Erben doch noch einen Teil des Vermögens zugesprochen bekommen könnten. Ob und in welchem Ausmaß, ist derzeit völlig offen.
Auch warum das Testament angefochten wird, bleibt unklar. Zu den genauen Hintergründen gibt es bislang keine offiziellen Angaben.
Ob an die Öffentlichkeit kommt, wer schlussendlich wirklich wie viel bekommt, bleibt fraglich. Sein Testament änderte Lagerfeld jedenfalls laufend, wie er im Mai 2015 dem "Spiegel" verriet: "Ein schräger Blick von jemandem, dann wird der gestrichen, dann kriegt der nichts mehr."
Auch seine langjährigen Mitarbeiter wollte er absichern: "Ich lege auch Wert darauf, dass Leute, die ihr Leben lang mit mir gearbeitet haben, danach niemals mehr mit einem anderen Menschen arbeiten müssen. Das sollen die nicht nötig haben, das fände ich irgendwie unangenehm, auch für mich."