Life

Keime, Salz, Fett und Zucker in Fertigsalaten

Heute Redaktion
Teilen
Picture
Bild: (24117552)

Als gesunde Alternative zur Wurstsemmel greifen viele Menschen zum Fertigsalat. Der Verein für Konsumenteninformation hat jetzt 13 von ihnen überprüft.

Konkret hat der VKI zwei Wurstsalate, sechs Nudelsalate und fünf Getreidesalate getestet. Sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht war, wurde jeder Salat organoleptisch, also mit den Augen, der Nase und dem Gaumen überprüft und danach mikrobiologisch auf Keime untersucht. Zudem wurden die Nährwerte analysiert und die Kennzeichnung kontrolliert.

Bei der organoleptischen Untersuchung war keine der 13 Proben auffällig. Bei der mikrobiologischen Untersuchung zeigte sich aber, dass eine Bewertung allein mit den Sinnesorganen nicht ausreichend ist. Der mediterrane Nudelsalat von Anker wies laut Prüfprotokoll "einen stark erhöhten Keimgehalt" auf und war daher wertgemindert. Im Grünkernsalat von "Spar Enjoy" war der Keimgehalt bereits überhöht. "Nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet" lautete das niederschmetternde Urteil der Experten.

"Was Konsumenten bei Fertigsalaten in jedem Fall bedenken sollten, ist ihre leichte Verderblichkeit. Die vielen Zutaten bilden eine große Oberfläche, auf der sich unerwünschte Keime gut vermehren können. Zwei der Produkte im Test fielen bei der Untersuchung auf Keime durch, obwohl sie unter idealen Bedingungen gelagert wurden. In der alltäglichen Praxis sind die Vorrausetzungen aber weniger ideal und daher ist eine kürzere Haltbarkeit zu befürchten", erläutert VKI-Ernährungswissenschaftlerin Nina Siegenthaler.

Viel Salz, Fett und Zucker

In der Nährwertanalyse zeigte sich außerdem, dass alle Produkte zu viel Salz enthielten. Die Spitzenwerte lagen bei mehr als 4 Gramm Salz pro Portion. Das entspricht fast einem halben Teelöffel. Zum Vergleich: Die DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Salz einen Richtwert von 6 Gramm pro Tag, bei der Weltgesundheitsorganisation WHO sind es weniger als 5 Gramm.

Zudem stellte sich heraus, dass manche Salate wahre Fettbomben sind. Dass ein Wurstsalat kein Diätessen ist, war zu erwarten. Aber pro Portion 45 Gramm Fett bei Radatz und fast 40 Gramm bei Anker hat die Experten dann doch überrascht. Auch der Zuckergehalt einzelner Produkte gab Anlass zur Kritik und bestätigte den Eindruck, dass ein Fertigsalat keineswegs eine leichte Mahlzeit sein muss.

Den ausführlichen Testbericht gibt es ab 30.03.2017 in der Aprilausgabe des Monatsmagazins KONSUMENT und online unter .

(red)