Kein Amalgam mehr für Kinder und Schwangere

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Die EU hat die Regeln für die Verwendung von Quecksilber verschärft. Somit dürfen ab Juli 2018 schwangere und stillende Frauen sowie Jugendliche bis 15 Jahren keine Amalgamfüllungen mehr eingesetzt werden.

Das silberfarbene Amalgam ist als Zahnfüllungen weit verbreitet, allerdings geht die Verwendung aus ästhetischen Gründen zurück: Patienten lassen sich immer mehr Kunststofffüllungen einsetzen, die nicht so leicht sichtbar sind.

Quecksilber an sich ist ein giftiges Schwermetall, das bereits bei Zimmertemperatur Dämpfe abgibt. Werden diese eingeatmet, besteht die Gefahr einer Vergiftung. Bei einer Aufnahme durch den Verdauungstrakt - also etwa wenn Quecksilber verschluckt wird - ist es relativ ungefährlich. Amalgam als Zahnfüllung ist eine Legierung von Quecksilber mit andere Metallen.

Ursprünglich wollte die EU ein komplettes Verbot von Amalgam in dern Zahntechnik, allerdings hatten sich mehrere Mitgliedsstaaten dagegen gewehrt. Der aktuelle Kompromis muss noch formal vom EU-Parlament angenommen werden, was im März passieren soll.

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