Fussball

Kein Corona-Jubel! Kicker herzte "Lebensretter"

Aue-Kicker Dimitrij Nazarov feierte beim 1:1-Remis in Nürnberg Busfahrer Thomas Romeyke, weil er ihm "das Leben rettete". Dabei verstieß der Kicker aber gegen die Corona-Richtlinien.
25.05.2020, 09:04

Nach dem 1:0 von Erzgebirge Aue gegen Nürnberg kannte der Jubel bei Nazarov keine Grenzen. Der 30-jährige Torschütze sprintete zur Seitenlinie, herzte dort Mannschaftsbetreuer Romeyke. Es war Ausdruck der puren Erleichterung.

Denn der Auer Mannschaftsbus war auf der Fahrt nach Nürnberg in einen schweren Unfall verwickelt gewesen. Teile eines verunfallten PKW hatten den Teambus getroffen. Romeyke hatte geistesgegenwärtig reagiert, mit einer Vollbremsung Schlimmeres verhindert.

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Jubel für "Lebensretter"

"Er hat uns einfach das Leben gerettet", erklärte Torschütze Nazarov im MDR. "Wer weiß, was passiert wäre, wenn er nicht so schnell reagiert hätte. Deshalb ging der Torjubel ganz klar an ihn."

Dass der 30-Jährige damit gegen Corona-Regeln verstoßen hatte, ist ihm bewusst. "Ich hoffe, dass die DFL da ein Auge zudrückt. Ich weiß, dass man das alles nicht darf und hoffe, dass sie Menschlichkeit zeigen." Vor dem Spieltag hatte die Deutsche Fußball-Liga die Klubs eindringlich aufgefordert, beim Jubeln auf Umarmungen und Abklatschen zu verzichten.

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